Chili-Tinktur

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Chili-Tinktur (äußerlich)

Zutaten

  • 30 g rote Chilischoten (scharfe Peperoni), frisch
  • 30 g grüne Chilischoten (scharfe Peperoni), frisch
  • 150 ml Franzbranntwein, ca. 50 Vol.-%
  • 50 ml Melissengeist

Herstellung

Die Chilis waschen und abtrocknen, in den Mörser geben. Mit dem Stößel vorsichtig zerstoßen, in ein Glas geben und mit dem Alkohol auffüllen. Etwa 4 Wochen an einem dunklen Ort extrahieren, danach abfiltern und abfüllen.

Inhaltsstoffe

Capsaicin, Capsanthin, Capsorubin, Vitamine.

Wirkung

Durchblutungsfördernd und erwärmend auf den aufgetragenen Hautpartien, antibakteriell, betäubend.

Verwendung

Nur äußerlich anwenden. Schmerzen bei Ischialgie, Hexenschuss, Verspannungen, Rheuma, Gelenkprobleme.

Dosierung

Mehrmals täglich äußerlich für Salben, Einreibungen und Schüttellotionen verwenden, nur verdünnt auftragen. Eventuell auch einfach nur mit einer Bodylotion vermischen.

Hinweise

  • Kontaktallergien und Unverträglichkeiten gegen Inhaltsstoffe beachten.
  • Bei Verwendung von Franzbranntwein: Enthält Kampfer, Menthol und ätherische Öle. Nach Anwendung bei trockener Haut eincremen.
  • Franzbranntwein kann durch einen anderen Alkohol ersetzt werden.
  • Glycerinmazerate sind äußerlich nur für die Salbenherstellung geeignet, da sie etwas klebrig sind.

Zusammenfassung

Die Chili-Tinktur wirkt durchblutungsfördernd, erwärmend und betäubend und eignet sich äußerlich bei rheumatischen und muskelbedingten Schmerzen wie Ischialgie, Hexenschuss und Verspannungen. Nur verdünnt anwenden.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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