Rosskastanien-Tinktur

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Rosskastanien-Tinktur (äußerlich)

Zutaten

  • 10 Rosskastanien (Samen = Früchte)
  • 500 ml Franzbranntwein, ca. 50 Vol.-%

Herstellung

Die Rosskastanien mit einem scharfen Messer möglichst klein hacken, in ein Glas geben und den Franzbranntwein darübergießen, alle Früchte müssen gut bedeckt sein. Verschlossen für 6-8 Wochen kühl stellen, dann abfiltern.

Inhaltsstoffe

Aesculin, Alantoin, Flavone, Gerbstoffe, Gerbsäure, Cumarine, Saponine, Angelinsäure.

Wirkung

Entkrampfend, zusammenziehend, venenstärkend, entstauend, krampflösend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd.

Verwendung

Nur äußerlich anwenden. Arteriosklerose, Venenerkrankungen, Krampfadern, Wadenkrämpfe, schwere Beine, Stauungen und Ischiasprobleme.

Dosierung

Mehrmals täglich in Form von Salben oder Einreibungen und Kompressen, verdünnt als Umschläge und Waschungen oder als Teilbad (eher kühles bis lauwarmes Wasser), auch pur zum Auftragen, wenn anschließend eingecremt wird!

Hinweise

  • Die Einnahme von Rosskastanien ruft Verdauungsprobleme hervor!
  • Bei Verwendung von Franzbranntwein: Enthält Kampfer, Menthol und ätherische Öle. Nach Anwendung bei trockener Haut eincremen.
  • Franzbranntwein kann durch einen anderen Alkohol ersetzt werden.
  • Glycerinmazerate sind äußerlich nur für die Salbenherstellung geeignet, da sie etwas klebrig sind.

Zusammenfassung

Die Rosskastanien-Tinktur ist ein venenstärkendes und entstauendes äußerliches Mittel für Venenerkrankungen, Krampfadern, Wadenkrämpfe und schwere Beine. Die Einnahme ist zu vermeiden, da Rosskastanien Verdauungsprobleme hervorrufen.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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