Brombeerblätter

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Brombeerblätter (Rubus fruticosus)
- Familie: Rosaceae
- Droge: Rubi fruticosi folium (Brombeerblätter)
- Hauptkomponenten: Gerbstoffe (Ellagitannine), Flavonoide
Inhaltsstoffe
- 5–10 % Gerbstoffe (Ellagitannine, Gallotannine, Catechingerbstoffe)
- Flavonoide (Quercetin, Kaempferol, Hyperosid)
- Fruchtsäuren (Apfelsäure, Zitronensäure)
- Vitamin C (ca. 20 mg/100 g)
Wirkungen
- Adstringierend (zusammenziehend) durch Gerbstoffe
- Antidiarrhoisch: Gerbstoffe bilden Schutzfilm auf der entzündeten Darmschleimhaut und hemmen Wasser- und Elektrolytausscheidung
- Entzündungshemmend (Flavonoide, Gerbstoffe)
- Reizmildernd auf Schleimhäute
Indikationen
- Akuter unspezifischer Durchfall (HMPC: “Traditionell zur symptomatischen Behandlung von leichten Durchfällen”)
- Leichte Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum (Gurgellösung)
Anwendungen
Tee: 1–2 TL geschnittene Blätter auf 150 ml kochendes Wasser, 10–15 Min. ziehen. 3–4× tgl. zwischen den Mahlzeiten.
Gurgellösung: Wie Tee zubereiten, mehrmals tgl. gurgeln.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Selten Magen-Darm-Beschwerden bei Überdosierung.
Gegenanzeigen: Keine bei bestimmungsgemäßer Anwendung.
Kombinationen
- Mit Heidelbeere und Himbeerblättern als klassische antidiarrhoische Teemischung
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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