Guarana

pflanzenprofilpflanze
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Guarana (Paullinia cupana, Paulliniae semen, Sapindaceae)

Droge: Paulliniae semen (Guaranasamen)

Inhaltsstoffe: Theobromin, Koffein, 4–5 % Guaranin und Theophyllin, Guaranatin (mit Kolatin der Kolanüsse eng verwandt), Guaraninsäure; Gerbstoffe, ätherische Öle, Saponine; Glukose, Harze

Wirkungen: Regt an, stimuliert und hebt spürbar Schwächezustände; bereitet Schmerzen (Kopfweh, Migräne) nachlassend. Mit 4–5 % Guaranin besitzt Guarana zwar den vierfachen Koffeingehalt der Kaffeebohne, doch das Guaranin liegt an Gerbstoffe gebunden vor, was die Resorption verzögert. Dadurch stellen sich Nebenwirkungen wie Tachykardie oder Nervosität nicht ein. Der Organismus erhält das Koffein über mehrere Stunden hinweg langsam und schonend; die anregende Wirkung hält ohne unerwünschte Erscheinungen 4–8 Std. an.

Indikationen: Zur Leistungssteigerung und bei Erschöpfungszuständen, Müdigkeit, nachlassender Konzentration, Prüfungs- und Stresssituationen; nervöse Kopfschmerzen, Spannungskopfschmerz, “Alkoholkater”; Migräne, auch für Migräneanfällige, die keinen Kaffee vertragen; Muskelverspannung, Neuralgie; Fit- und Muntermacher, Energiespender für Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit; gegen erhöhtes Hungergefühl, begleitend bei Abmagerungskuren. Laut ESCOP-Monografie: Tonikum in Fällen von Erschöpfung, Müdigkeit oder Genesung.

Nebenwirkungen: Bei bestimmungsgemäßer Anwendung keine bekannt.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft und Stillzeit, Kinder und Jugendliche, schwere Leber- oder Nierenerkrankung, Ulcus ventriculi/duodeni, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenüberfunktion.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
Nach oben ↑