Kola

pflanzenprofilpflanzecola acuminata
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Kola (Cola acuminata)

  • Familie: Malvaceae (früher Sterculiaceae)
  • Droge: Colae semen (getrocknete, entkeimte Kotyledonen der Kolanuss)

Inhaltsstoffe

  • Koffein (1–3,5 %) und Theobromin — anregender Komplex
  • Catechin-Gerbstoffe (bis 15 %): zusammenziehend
  • Stärke, Anthocyane, fettes Öl

Wirkungen (innerlich und äußerlich)

Innerlich:

  • Zentral anregend (Koffein-Theobromin): belebend bei Erschöpfung, steigert geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
  • Reduziert Ermüdungs- und Hungergefühl
  • Kräftigend, tonisierend

Äußerlich:

  • Lipolytisch: regt den Fettstoffwechsel der Haut an, mobilisiert Fettablagerungen (Zellulite)
  • Durchblutungsfördernd, entstauend
  • Adstringierend (Gerbstoffe)

Indikationen (HMPC/ESCOP wo bekannt)

  • Äußerlich: Zellulite, Bindegewebsschwäche, schwere Beine (Bestandteil der Zellulite-Tropfen)
  • Innerlich: traditionell bei psychischer und physischer Erschöpfung (Kommission E listete Kola früher entsprechend)
  • HMPC: kein aktueller Monograph (Einsatz wegen Koffeingehalt umstritten und auf traditionelle Anwendung beschränkt)
  • Vorsicht: wegen des hohen Koffeingehalts nicht als harmloses “Tonikum” zu verstehen

Anwendungen (Tee/Tinktur mit Dosierung)

In den Zellulite-Tropfen: 30 g gemahlene Kolanüsse (Variante I), äußerlich. Siehe Zellulite-Tropfen.

Tinktur (innerlich, nur kurzzeitig): 3× tgl. 10–20 Tropfen in Wasser; Kur nicht länger als 2–3 Wochen, dann Pause.

Keine hochdosierten Koffein- bzw. Kola-Präparate ohne Rücksprache (Kaffeebohne/Guarana-Kombinationen können den Koffeinspiegel übermäßig erhöhen).

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Wie bei Koffein: Schlaflosigkeit, Nervosität, Herzklopfen, Magenreizung. Die Gerbstoffe können bei empfindlichen Personen Magendruck verursachen.

Gegenanzeigen: Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Magen- und Darmgeschwüre, Angststörungen, Schlaflosigkeit. Schwangerschaft und Stillzeit (Koffein), Kinder und Jugendliche: meiden. Äußerliche Anwendung unbedenklich (Hauttest vor erster Anwendung).

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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