Weinlaub (Rotes Weinlaub)

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Weinlaub / Rotes Weinlaub (Vitis vinifera)
- Familie: Vitaceae
- Droge: Vitis viniferae folium (Rote Weinblätter)
- Hauptkomponenten: Flavonoide, Proanthocyanidine (OPC), Anthocyane
Inhaltsstoffe
- Flavonoide (Quercetin-3-O-glucuronid, Kaempferol, Isoquercitrin)
- Proanthocyanidine (oligomere Procyanidine = OPC)
- Anthocyane (Malvidin-, Delphinidin-Glykoside) — sie bewirken die Rotfärbung
- Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure)
- Gerbstoffe (Catechingerbstoffe)
Wirkungen
- Venentonisierend: Der Venentonus steigt, indem entzündliche Mediatoren (PGE2, Leukotriene) gehemmt werden
- Kapillarabdichtend und ödemprotektiv: die Kapillarpermeabilität sinkt, die Ödembildung nimmt ab
- Entzündungshemmend (Hemmung von COX und 5-Lipoxygenase)
- Antioxidativ (OPC, Flavonoide)
Indikationen
- Chronisch venöse Insuffizienz (CVI) Stadium I–II (HMPC: “Zur Linderung von Beschwerden bei chronisch venöser Insuffizienz wie schwere, müde und geschwollene Beine”)
- Varikose und Besenreiser
- Ödeme sowie Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen
Anwendungen
Fertigarzneimittel (standardisiert): 360–720 mg Trockenextrakt täglich (z. B. Antistax®).
Tee: 2 TL Blätter auf 150 ml, 10 Min. ziehen lassen. 3-mal täglich.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Selten Magen-Darm-Beschwerden und Hautausschläge.
Gegenanzeigen: Keine bekannt.
Kombinationen
- Mit Buchweizen bei schweren Beinen und venösen Stauungen
- Mit Rosskastanie bei Venenerkrankungen
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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