Liebstöckel

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Liebstöckel (Levisticum officinale)
- Familie: Apiaceae
- Droge: Levistici radix (Liebstöckelwurzel)
- Hauptkomponenten: Ätherisches Öl (Alkylphthalide), Cumarine
Inhaltsstoffe
- 0,3–1,5 % ätherisches Öl: Ligustilid (ca. 70 %), n-Butylidenphthalid, beta-Phellandren
- Cumarine (Umbelliferon, Scopoletin)
- Flavonoide, Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure)
Wirkungen
- Harntreibend (aquaretisch) ohne Elektrolytverlust
- Krampflösend (spasmolytisch) auf Harnwege und Darm
- Durchspülend bei Harnwegsinfekten
- Verdauungsfördernd (Amarum)
Indikationen
- Harnwegsinfekte (Durchspülungstherapie, HMPC: “Traditionell zur Erhöhung der Harnmenge”)
- Nierengrieß, Nierensteine (Prophylaxe)
Anwendungen
Tee: 1 TL geschnittene Wurzel auf 150 ml kochendes Wasser, 10 Min. ziehen. 3× tgl.
Tinktur: 20–30 Tr. 3× tgl.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Photosensibilisierung möglich (Cumarine!). Bei Sonnenexposition Vorsicht.
Gegenanzeigen: Niereninsuffizienz, Schwangerschaft und Stillzeit.
Kombinationen
- Mit Goldrute und Hauhechel bei Harnwegsinfekten und Nierengrieß
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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