Lindenblüten

pflanzenprofilpflanzetilia cordata
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Lindenblüten (Tilia cordata / Tilia platyphyllos)

  • Familie: Malvaceae
  • Droge: Tiliae flos (Lindenblüten)
  • Hauptkomponenten: Schleimstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl

Inhaltsstoffe

  • 10 % Schleimstoffe (Arabinogalaktane, Pektine)
  • 1–2 % Flavonoide (Quercetin, Kaempferol, Tilirosid, Astragalin)
  • 0,02–0,1 % ätherisches Öl (Farnesol, Geraniol, Linalool)
  • Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren

Wirkungen

  • Schweißtreibend (diaphoretisch): Erweiterung der periphereren Gefäße, fördert die Wärmeabgabe
  • Reizmildernd, schleimhautschützend (Schleimstoffe)
  • Entzündungshemmend (Flavonoide)
  • Mild sedierend, entspannend

Indikationen

  • Fieberhafte Erkältungskrankheiten (HMPC: “Linderung von Erkältungssymptomen”)
  • Trockener Reizhusten
  • Nervosität, Unruhezustände (leichter Stress)

Anwendungen

Tee: 1–2 TL Blüten auf 150 ml kochendes Wasser, 5–10 Min. ziehen. 3× tgl. möglichst heiß trinken (schweißtreibend).

Bad: 100 g Lindenblüten auf 1 L Wasser als Aufguss, dem Badewasser zugeben.

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Keine bekannt.

Gegenanzeigen: Keine bekannt.

Kombinationen

  • Mit Holunder bei fieberhaften Erkrankungen (klassische schweißtreibende Kombination)
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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