Weizenkleie

pflanzenprofilpflanzetriticum aestivum
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Weizenkleie (Triticum aestivum)

  • Familie: Poaceae
  • Droge: Tritici testa (Weizenkleie)
  • Hauptkomponenten: Ballaststoffe, Mineralstoffe, B-Vitamine

Inhaltsstoffe

  • 45–55 % Ballaststoffe (Cellulose, Hemicellulose, Lignin, Arabinoxylane)
  • Proteine (ca. 15 %) und Mineralstoffe (Magnesium, Eisen, Zink, Kalium, Phosphor)
  • B-Vitamine (B1, B2, B3, B6, Folsäure) und Vitamin E
  • Phytosterole (beta-Sitosterol)

Wirkungen

  • Erhöht das Stuhlvolumen und fördert die Peristaltik
  • Cholesterinsenkend: Ballaststoffe binden Gallensäuren im Darm, verstärken deren Ausscheidung und stimulieren die LDL-Rezeptoren
  • Blutzuckerregulierend: die postprandiale Glukoseresorption wird verzögert

Indikationen

  • Obstipation und Stuhlregulierung
  • Hypercholesterinämie (adjuvant)
  • Divertikulose und Divertikulitis (Prävention)
  • Hämorrhoiden (Erleichterung des Stuhlgangs)

Anwendungen

Täglich: 2–4 EL Weizenkleie (15–30 g) mit reichlich Flüssigkeit (mindestens 300 ml) einnehmen, auf 2–3 Portionen verteilt. Mit geringen Dosen beginnen (1 EL).

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Blähungen und Völlegefühl (zu Beginn; der Körper passt sich an). Bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr besteht die Gefahr eines Darmverschlusses!

Gegenanzeigen: Ileus, Darmstenosen, Zöliakie (Gluten!) und Glutenunverträglichkeit.

Kombinationen

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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