Hamamelis

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Hamamelis (Hamamelis virginiana)
- Familie: Hamamelidaceae
- Droge: Hamamelidis folium (Blätter), Hamamelidis cortex (Rinde)
- Hauptkomponenten: Gerbstoffe (Hamamelitannin), ätherisches Öl
Inhaltsstoffe
- 3–10 % Gerbstoffe (Hamamelitannin, Gallotannine, Ellagitannine, Catechingerbstoffe)
- Ätherisches Öl (0,01–0,5 %)
- Flavonoide (Quercetin, Kaempferol)
- Proanthocyanidine
Wirkungen
- Adstringierend, zusammenziehend auf Haut und Schleimhäute
- Entzündungshemmend, juckreizlindernd (antipruritisch)
- Venentonisierend, kapillarabdichtend
- Blutstillend (hämostyptisch), gefäßverengend (vasokonstriktorisch)
Indikationen
- Hämorrhoiden (HMPC: “Linderung von Juckreiz und Brennen im Analbereich”)
- Nässende Ekzeme, Neurodermitis, Juckreiz
- Venöse Insuffizienz, schwere Beine
- Haut- und Schleimhautentzündungen
Anwendungen
Salbe/Zäpfchen: Standardisierte Fertigpräparate 2–3× tgl.
Tee (Umschläge): 2–4 TL Blätter auf 150 ml, 10 Min. ziehen.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Selten Magenbeschwerden bei oraler Einnahme von Zubereitungen aus der Rinde (höherer Gerbstoffgehalt).
Gegenanzeigen: Keine bei äußerlicher Anwendung.
Kombinationen
- Mit Ringelblume bei Neurodermitis und Juckreiz
- Mit Eichenrinde bei Hämorrhoiden und nässenden Ekzemen
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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