Klette

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Klette (Arctium lappa)
- Familie: Asteraceae
- Droge: Bardanae radix (Klettenwurzel)
- Hauptkomponenten: Inulin, Bitterstoffe, Polyine
Inhaltsstoffe
- Inulin (bis 45 % im Herbst/Winter): präbiotisch
- Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone: Arctiopicrin, Onopordopikrin)
- Polyine (antibakteriell, antimykotisch)
- Flavonoide, Kaffeesäurederivate (Chlorogensäure, Kaffeesäure)
- Ätherisches Öl (in Spuren)
Wirkungen
- Harntreibend (aquaretisch), schweißtreibend (diaphoretisch)
- Antibakteriell, antimykotisch (Polyine)
- Entzündungshemmend, antioxidativ (Kaffeesäurederivate, Flavonoide)
- Stoffwechselanregend, präbiotisch (Inulin)
Indikationen
- Traditionell bei chronischen Hautleiden (Ekzeme, Akne, Psoriasis) zur Blutreinigung
- Frühjahrskuren, Stoffwechselförderung
- Harnwegsinfekte (adjuvante Durchspülung)
Anwendungen
Tee: 1 TL geschnittene Wurzel mit kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 10 Min. ziehen. 3× tgl.
Tinktur: 20–30 Tr. 3× tgl.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Selten Magen-Darm-Beschwerden.
Gegenanzeigen: Schwangerschaft und Stillzeit (mangels Daten). Korbblütler-Allergie möglich.
Kombinationen
- Mit Ackerstiefmütterchen und Löwenzahn im Frühjahrs-Blutreinigungstee bei chronischen Hautleiden
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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