Löwenzahn

pflanzenprofilpflanzetaraxacum officinale
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

  • Familie: Asteraceae
  • Droge: Taraxaci radix cum herba (Wurzel mit Kraut), Taraxaci folium (Blätter)
  • Hauptkomponenten: Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone), Triterpene, Flavonoide, Kalium, Inulin

Inhaltsstoffe

  • 0,5–1,0 % Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe (Taraxacin, Lactucopikrin, Taraxicolide)
  • Triterpene (Taraxasterol, beta-Amyrin)
  • Flavonoide (Luteolin-7-glucosid)
  • Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure)
  • Kalium (4,5 %), Inulin (Herbstwurzel bis 40 %), Cholin, Schleimstoffe

Wirkungen

  • Choleretisch: steigert Gallenproduktion und -fluss
  • Harntreibend (aquaretisch) über den hohen Kaliumgehalt und Flavonoide
  • Stoffwechselanregend, appetitanregend durch die Bitterstoffe
  • Mild abführend (osmotisch über Inulin)
  • Antientzündlich, antioxidativ (Flavonoide, Phenolcarbonsäuren)

Indikationen

  • Dyspeptische Beschwerden, Appetitlosigkeit, Völlegefühl
  • Gallenwegsdyskinesien, Cholezystitis (adjuvant)
  • Unterstützung der Leberfunktion, Frühjahrskuren
  • Harnwegsinfekte (adjuvante Durchspülung)
  • Chronische Hautleiden (Blutreinigung), Ekzeme
  • Rheumatische Beschwerden (ausleitend)

Anwendungen

Tee: 1–2 TL geschnittene Wurzel mit kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 10 Min. ziehen lassen. 3× tgl. 1 Tasse.

Tinktur: 20–30 Tr. 3× tgl.

Frischpflanzenpresssaft: 10–20 ml 3× tgl.

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Selten Magenbeschwerden, Durchfall. Bei Kontaktallergie auf Korbblütler möglich.

Gegenanzeigen: Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenempyem, Ileus. Bei Gallensteinleiden nur nach ärztlicher Rücksprache.

Kombinationen

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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