Ackerstiefmütterchen

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Ackerstiefmütterchen (Viola tricolor)

Familie: Violaceae Droge: Violae tricoloris herba

Inhaltsstoffe:

  • Flavonoide (Rutin), Anthocyane, Carotinoide, 10 % Schleimstoffe
  • Saponin-ähnlich wirkende Peptide
  • Salicylsäurederivate, bis zu 5 % Gerbstoffe, Cumarin, wenig ätherisches Öl

Wirkungen:

  • Dem Kortison vergleichbar entzündungshemmend
  • Stoffwechselanregend, leicht schweiß- und harntreibend
  • Lindert Schmerzen und Juckreiz
  • Als Antioxidans schützt es Zellen und Gefäße
  • Fördert die Hautheilung, wirkt Hautalterung entgegen und erhält die Elastizität

Indikationen:

  • Hautkrankheiten im Kindesalter (chronische Ekzeme, Milchschorf, Säuglingsekzeme, Windeldermatitis, Juckreiz, leichte seborrhoische Hauterkrankungen)
  • Akne bei Jugendlichen
  • Zur Anregung des Stoffwechsels
  • Als Zutat sogenannter „Blutreinigungstees"
  • Wegen der antioxidativen Eigenschaften als Schutz von Zellen und Gefäßen

Anwendungen

  • Tee: 2-4 g Ackerstiefmütterchenkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, 3-mal täglich 1 Tasse (bei Hautleiden kurmäßig über 6-8 Wochen)
  • Äußerlich: Abkochung (10 g auf 250 ml Wasser) als Umschlag, Waschung oder Kompresse bei Ekzemen, Milchschorf und Windeldermatitis
  • Creme/Salbe: 5-10 % Ackerstiefmütterchenextrakt mehrmals täglich auftragen
  • Frischpflanzensaft: 3-mal täglich 10-15 ml

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Es sind keine bekannt. In sehr seltenen Fällen können allergische Reaktionen auftreten.

Gegenanzeigen: Keine bekannt. Wegen der enthaltenen Salicylsäurederivate bei Salicylatallergie zurückhaltend einsetzen.

Hinweis: Für eine spürbare Wirkung empfiehlt sich eine längerfristige Verwendung von Ackerstiefmütterchen – sowohl äußerlich als auch innerlich.

Kombinationen

  • Bei chronischen Hautleiden als Frühjahrs-Blutreinigungstee mit Klette und Löwenzahn
  • Gegen Ekzeme und zur Stoffwechselanregung mit Brennnessel (Kraut)
  • Bei entzündlichen Hauterkrankungen äußerlich mit Ringelblume
  • Bei Säuglingsekzemen und Windeldermatitis äußerlich mit Kamille
  • Gegen Akne und seborrhoische Hauterkrankungen äußerlich mit Mahonie
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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