Rotklee

pflanzenprofilpflanzetrifolium pratense
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Rotklee (Trifolium pratense)

  • Familie: Fabaceae
  • Droge: Trifolii pratensis flos (Blütenkopf, Blüten)

Inhaltsstoffe

  • Isoflavone (0,5–2 %): Formononetin, Biochanin A, Genistein, Daidzein — Phytoöstrogene mit estrogenähnlicher Wirkung
  • Cumarin-Glykoside, Gerbstoffe, Flavonoide
  • Salicylate, fettes Öl, ätherisches Öl, Glykoside

Wirkungen (innerlich und äußerlich)

  • Phytoöstrogen: mild estrogenartig, bindet an Östrogenrezeptoren — bei Wechseljahresbeschwerden (Hitzewallungen, Nachtschweiß) und zur Unterstützung des Knochenstoffwechsels
  • Cholesterinsenkend: senkt LDL-Cholesterin und Triglyceride, verbessert das HDL/LDL-Verhältnis
  • Blutreinigend und hautausgleichend: wirkt ausleitend über Leber und Galle
  • Durchblutungsfördernd, gefäßschützend, antioxidativ
  • Äußerlich: beruhigend bei Hautreizungen, als Spülung bei Ekzemen

Indikationen (HMPC/ESCOP wo bekannt)

  • HMPC (traditionell): Linderung von Wechseljahresbeschwerden
  • Menopause: Hitzewallungen, Nachtschweiß, Stimmungsschwankungen
  • Chronische Hautleiden (Ekzeme, Psoriasis), Akne
  • Unterstützend bei Arteriosklerose und erhöhten Blutfettwerten

Anwendungen (Tee/Tinktur mit Dosierung)

Tee: 1–2 TL Blüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. 2–3× tgl. 1 Tasse.

Tinktur: Frische Blüten, 3–4 Wochen ausgezogen, 3× tgl. 15–20 Tropfen in Wasser.

In der Tinnitustinktur: 2 Handvoll frische Rotkleeblüten (durchblutungsfördernde Komponente). Siehe Tinnitustinktur.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Selten Magen-Darm-Beschwerden. Wegen Phytoöstrogenen bei längeren Kuren (über Monate) ärztlich abklären.

Gegenanzeigen: Östrogenabhängige Tumoren (Brust-, Gebärmutterkrebs) in der Anamnese, Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache. Bei Einnahme von Blutverdünnern (Cumarine) Rücksprache halten.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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