Mahonie

pflanzenprofilpflanze
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Mahonie (Mahonia aquifolium)

Familie: Berberidaceae Droge: Mahoniae cortex

Inhaltsstoffe:

  • 1-5 % Isochinolinalkaloide (Berberin, Oxyacanthin, Jatrorrhizin, Palmatin u.a.)
  • Berberin als Leitalkaloid mit pilz- und keimhemmender, entzündungshemmender und immunstimulierender Wirkung

Wirkungen:

  • Entzündungshemmend, keratolytisch (weicht Verhornungen auf), antiseborrhoisch (wirkt der Schuppenbildung entgegen), hemmt die übermäßige Teilung der Hautzellen und reguliert die Talgdrüsentätigkeit (bei Psoriasis wird sie vermindert)
  • Keimhemmend: antibakteriell und antimykotisch
  • Laut Studien bessert sie die Symptome chronischer Ekzeme in 12 Wochen um 50 %

Indikationen:

  • Leichte bis mittelschwere Psoriasis — bei trockenen Ausschlägen und zwischen den Schüben anwenden
  • Seborrhöe, Akne vulgaris (auch schwere Verlaufsformen)

Anwendungen

  • Äußerlich: Mahoniensalbe oder -creme (10 % Rindenextrakt) 2-3-mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen
  • Bei Psoriasis: Behandlung über mindestens 12 Wochen fortsetzen (Studien belegen eine 50%ige Besserung)
  • Bei Akne vulgaris: Extrakt-haltige Gesichtswaschungen und Cremes

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Zu Beginn der Behandlung leichte Hautrötung oder Brennen möglich. Die Beschwerden klingen nach kurzer Zeit spontan ab. Selten allergische Hautreaktionen.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Berberitze oder Mahonie. Nicht auf offene Wunden oder Schleimhäute auftragen. Innerliche Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht.

Kombinationen

  • Mit Ringelblume äußerlich bei chronischen Ekzemen und Hautentzündungen
  • Mit Kamille äußerlich bei entzündlichen Hauterkrankungen mit Juckreiz
  • Mit Zistrose bei Akne (antimikrobiell + talgregulierend)
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
Nach oben ↑