Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers und fällt durch einen doppelten Blutkreislauf auf: Über die Leberarterie erreicht sauerstoffreiches arterielles Blut das Organ und versorgt es mit Energie. Die Pfortader dagegen führt venöses Blut aus dem Darm heran, das Nähr- und Wirkstoffe sowie giftige Stoffwechselabbauprodukte enthält. Diese Substanzen baut die Leber ab, wandelt sie um, speichert sie oder sorgt für ihre Entgiftung, ehe das Blut über die Lebervene weiterfließt. In den Abermilliarden Leberzellen laufen rund 500 verschiedene chemische Prozesse ab – die Entgiftung, die Verdauung, der Blutkreislauf, die Blutbildung, die Hormonsteuerung, die Blutgerinnung und der Energiehaushalt sind daran beteiligt.

Als „Mutter der Galle" stellen die Leberzellen bis zu 1 Liter Gallensaft am Tag her. Dieses Sekret lagert vorübergehend in der Gallenblase; erst wenn Nahrungsfette das Signal geben, entleert sich der gelb-grünliche, bittere Saft in den Zwölffingerdarm. Der Gallensaft wirkt emulgierend: Große wasserunlösliche Fettbestandteile zerfallen in eine feine, wasserlösliche Emulsion. Zusätzlich neutralisiert er Säuren und bindet Giftstoffe aus der Leber, damit diese über den Darm den Körper verlassen können.

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zählt zu den größten Drüsen des Menschen. Sie erzeugt – abgesehen von den Hormonen Insulin und Glukagon – täglich 1 bis 2 Liter eines stark basischen Verdauungssafts mit hohem Enzymgehalt: Proteasen spalten Eiweiße, Lipasen Fette und Amylasen Kohlenhydrate. Seine volle Wirkung entfaltet der Pankreassaft erst im Dünndarm, sonst würde sich die Drüse selbst andauen. Hier ermöglicht er die Zerlegung der Nährstoffe.

Krankheitsbilder im Überblick

Organsystem Krankheitsbilder Detailseite
Leber Fettleber, Leberzirrhose, Begleittherapie bei Hepatitis Lebererkrankungen
Galle Cholezystitis, Cholelithiasis, Dyskinesie, Reizgalle Gallenbeschwerden
Bauchspeicheldrüse Exokrine Pankreasinsuffizienz, chronische Pankreatitis Bauchspeicheldrüse
Stoffwechsel Fettstoffwechselstörungen, Diabetes Typ 2 (Begleittherapie) Stoffwechselerkrankungen

Die wichtigsten Heilpflanzen

Pflanze Wirkung Einsatzbereich
Mariendistel Leberschutz, Regeneration, antifibrotisch Lebererkrankungen, toxische Leberschäden, Hepatitis C
Artischocke Choleretisch, cholagog, hepatoprotektiv Gallenbeschwerden, Dyspepsie, Fettstoffwechsel
Löwenzahn Choleretisch, stoffwechselanregend, hepatoprotektiv Leber-Galle-Störungen, Verdauungsschwäche
Gelbwurz (Curcuma) Choleretisch, entzündungshemmend, hepatoprotektiv Leber-Galle-Beschwerden, Pankreasanregung
Schafgarbe Hepatoprotektiv, antihepatotoxisch Leberfunktionsunterstützung, Leberwickel
Wermut Bitterstoff, verdauungsanregend Appetitlosigkeit, Gallenbeschwerden
Erdrauch Spasmolytisch, choleretisch, stoffwechselfördernd Gallenkrämpfe, Postcholezystektomiesyndrom
Pfefferminze Spasmolytisch, cholagog Gallenkoliken, Reizgalle
Haronga Pankreasstimulierend, cholagog Exokrine Pankreasinsuffizienz
Sojaphospholipide Hepatoprotektiv, lipidsenkend Leberzellschutz, Fettstoffwechsel

Grundgedanke der Phytotherapie

Im gesamten Verdauungstrakt – Magen und Darm ebenso wie Leber, Galle und Pankreas – kommen die Amara zum Einsatz: bitterstoffreiche Pflanzen, die die Verdauungssäfte anregen und die Verdauung erleichtern. Auf diese Weise entstehen Verdauungsbeschwerden gar nicht erst bzw. fallen deutlich milder aus.

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Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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