Storchschnabel

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Storchschnabel (Geranium pratense / Geranium robertianum)
- Familie: Geraniaceae
- Droge: Geranii herba (Storchschnabelkraut, blühendes Kraut)
Inhaltsstoffe
- Gerbstoffe (u. a. Ellagitannine, Geraniin)
- Ätherisches Öl mit Geraniol, Citronellol
- Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbgeraniumsäuren
Wirkungen (innerlich und äußerlich)
- Lymphanregend: stößt Lymphstau an, unterstützt den Abtransport überschüssiger Flüssigkeit und Giftstoffe
- Adstringierend: Gerbstoffe wirken zusammenziehend auf die Darmschleimhaut
- Stopfend (antidiarrhoisch) bei Durchfall
- Entzündungshemmend, antibakteriell
- Äußerlich: wundheilungsfördernd, adstringierend bei Hautentzündungen
Indikationen (HMPC/ESCOP wo bekannt)
- Unterstützung des Lymphsystems, Lymphstau, Ödeme
- Durchfall, Magen-Darm-Beschwerden mit Neigung zu Diarrhoe
- Entzündliche Haut- und Schleimhauterkrankungen (äußerlich)
- Blutreinigung und Frühjahrskur
Anwendungen (Tee/Tinktur mit Dosierung)
Tee: 1–2 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen, 10 Min. ziehen lassen. Bei Durchfall 2–3× tgl. 1 Tasse.
Tinktur: 3× tgl. 10–20 Tropfen in Wasser.
In den Lymphtropfen: 1 EL Storchschnabelkraut (frisch oder getrocknet) — lymphanregende Komponente. Siehe Lymphtropfen.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Bei hohen Gerbstoffmengen Magenreizung möglich. Selten allergische Reaktionen.
Gegenanzeigen: Bei akuter Verstopfung nicht anwenden. In der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache.
Kombinationen (mit Wikilinks zu vorhandenen Profilen)
- Mit Taubnessel, Löwenzahn, Ringelblume und Frauenmantel in den Lymphtropfen
- Mit Eichenrinde und Blutwurz bei Durchfall
- Mit Schafgarbe und Kamille bei entzündlichen Darmbeschwerden
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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