Schlehdorn

pflanzenprofilpflanzeprunus spinosa
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Schlehdorn (Prunus spinosa)

  • Familie: Rosaceae
  • Droge: Pruni spinosae flos (Schlehenblüten), Pruni spinosae fructus (Schlehenfrüchte)

Inhaltsstoffe

  • Blüten: Gerbstoffe, Flavonoide, Glykoside, geringe Mengen Blausäureverbindungen (Amygdalin)
  • Früchte: Vitamin C, Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Farbstoffe, Glucoside

Wirkungen (innerlich und äußerlich)

  • Adstringierend: Gerbstoffe wirken zusammenziehend, entzündungshemmend auf Schleimhäute
  • Blutreinigend und fixierend: belebt den Stoffwechsel, unterstützt die Entschlackung über Niere und Darm
  • Harntreibend, leicht abführend (Früchte)
  • Tonisierend, abwehrstärkend durch Vitamin C (Früchte)
  • Äußerlich: adstringierende Spülung bei entzündeten Schleimhäuten

Indikationen (HMPC/ESCOP wo bekannt)

  • HMPC (traditionell): Schlehenfrüchte als traditionelles Mittel bei leichten Verdauungsbeschwerden
  • Blutreinigungskuren, Frühjahrskuren
  • Leichte Harnwegsbeschwerden, Durchspülung (Blüten)
  • Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (Gurgellösung)
  • Leichte Verstopfung (Früchte)

Anwendungen (Tee/Tinktur mit Dosierung)

Blütentee (Blutreinigung, Harnwege): 1 TL Blüten mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. 2–3× tgl. 1 Tasse.

Fruchttee (leicht abführend): 1 EL zerdrückte Früchte mit kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, 10 Min. ziehen lassen. 2× tgl. 1 Tasse.

Tinktur: 3× tgl. 15–20 Tropfen in Wasser.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Bei hohen Dosen der Samen Blausäuregefahr — nur das Fruchtfleisch bzw. entkernte Zubereitungen verwenden. Selten Magenreizung.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft (Blüten/Blätter in größeren Mengen) nur nach Rücksprache. Bei schweren Nierenleiden ärztlich abklären.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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