Arthrose

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Arthrose — Degenerativ-rheumatische Erkrankungen

Beschreibung

Im höheren Lebensalter sind weltweit etwa 20 % der Menschen von einer Arthrose betroffen, womit sie zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt zählt. Ihr liegt ein schleichender Umbauprozess des Gelenkknorpels zugrunde, der sich über viele Jahre “stumm”, also ohne spürbare Symptome entwickelt, bevor die degenerativen Veränderungen schließlich Schmerzen auslösen.

Normalerweise sind die Gelenkflächen von einer glatten Knorpelschicht überzogen. Sobald sich dieser Knorpel abbaut, wird die Gelenkfläche rau, die Gleitfähigkeit nimmt ab und die Knochen reiben miteinander – die Ursache des Schmerzes.

Mit der zunehmenden Zerstörung des Knorpels gelangen vermehrt Entzündungsmediatoren in das Gelenk: Das löst eine Synovitis aus, also eine Entzündung der Gelenkinnenhaut. Angeworbene Makrophagen (Fresszellen) sezernieren daraufhin in erhöhtem Maße Zytokine. Diese forcieren die Bildung und Freisetzung knorpelabbauender Enzyme sowie von Entzündungsmediatoren (PGE-2) – ein Teufelskreis.

Weil die Entzündungsreaktion gering ausfällt, wird die Arthrose als nicht entzündliche Erkrankung eingestuft. Sie kann jedoch – etwa bei Überanstrengung – in eine aktivierte Arthrose übergehen, die alle Zeichen einer Entzündung (rot, heiß, geschwollen, schmerzend) zeigt.

Arthroseformen

  • Arthrose (Degeneration bzw. Verknöcherung von Knochen und Knorpel)
    • Primäre Arthrose: die “klassische”, altersbedingte Form ohne erkennbare Ursachen (den Knorpelabrieb bestimmen unter anderem genetische Faktoren)
    • Sekundäre Arthrose: Folge traumatischer oder entzündlicher Gelenkprozesse und von Fehlstellungen, aber auch von Infektionen oder Unfällen mit bleibenden Gelenkschäden
  • Spondylose (Degeneration und Verknöcherung der Bandscheiben)
  • Osteochondrose (Verknöcherung des Knorpels)
  • Coxarthrose (Arthrose des Hüftgelenks)
  • Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenks)
  • Spondylarthrose (Arthrose der Wirbelsäulengelenke)

Ursachen

Meist sind unphysiologische Belastungen oder fortschreitender Verschleiß durch Überbeanspruchung der Gelenke verantwortlich; ebenso fördert zu wenig Bewegung in Kombination mit Übergewicht das Krankheitsgeschehen.

[!NOTE] Hinweis Zytokine Zytokine sind körpereigene Botenstoffe (Proteine), die biochemische Reaktionen auslösen. Man unterscheidet:

  • Pro-inflammatorische Zytokine (TNF-α): Entzündungsfördernd
  • Anti-inflammatorische Zytokine (Interleukine): Entzündungshemmend

Die pro-inflammatorischen Zytokine veranlassen die Knorpelzellen zur Produktion knorpelaggressiver Enzyme (Kollagenasen, Proteinasen) und bauen den Gelenkknorpel enzymatisch ab. Sie rufen Entzündung, Gelenksteifigkeit und Schmerz hervor und halten diese aufrecht.

Phytotherapeutika

Innerliche Einnahme

Pflanze Säule Wirkungen
Afrikanische Teufelskralle Säule 2 Antiarthrotisch, schmerzlindernd, entzündungs-/ödemhemmend, bremst kollagenzerstörende Enzyme
Birkenblätter Säule 1 Stoffwechselförderung, Entgiftung
Brennnesselkraut Säule 1 + 2 Stoffwechselförderung, Entgiftung; Zytokinhemmer, antiarthrotisch, entzündungshemmend: Schmerzlinderung, Besserung der Beweglichkeit
Hagebuttenfrüchte mit Samen Säule 2 Entzündungshemmend, schmerzlindernd, antioxidativ, Abnahme der arthrosetypischen Morgensteifigkeit, verbesserte Hüft-/Kniegelenksbeweglichkeit
Löwenzahnkraut mit -wurzel Säule 1 Stoffwechselförderung, Entgiftung
Weidenrinde Säule 2 Entzündungshemmend, schmerzlindernd, antirheumatisch

[!NOTE] Hinweis Volksheilkunde In der Volksheilkunde trinkt man bei Arthrose Tee aus Brennnesselkraut: Die Beschwerden lassen nach, die Gelenke werden beweglicher und die Steifigkeit geht zurück.

Äußerliche Anwendungen

Pflanze / Mittel Anwendungsformen Wirkungen
Ätherisches Pfefferminzöl Einreibung (verdünnt) Kühlend, schmerzlindernd (verzögert Schmerzweiterleitung), entzündungshemmend
Arnika Salbe, Gel, Öl, Schmerzfluid, Creme Reduziert deutlich Schmerz und Gelenksteifigkeit; Studie: Arnikagel kann bei Fingerpolyarthrose Kortisongaben ersetzen; Studie: gleichgute Ergebnisse wie Diclofenac bei Kniegelenksarthritis
Beinwell Balsam, Salbe, Tinktur, Pflaster, Creme Schmerzlindernd, entzündungshemmend, abschwellend; Studie: hervorragend wirksam bei akuten Rückenschmerzen; Studie: bei Kniegelenksarthrose Schmerzen gemindert, Kniebeweglichkeit verbessert
Bockshornklee Wickel und Auflagen Entzündungshemmend, schmerzlindernd (bewährt: Tennisellenbogen, Sehnenscheidenentzündung); entzündliche Beschwerden: mit kaltem Wasser anrühren; chronische Gelenkbeschwerden: mit heißem Wasser/Heilkräutertee anrühren
Cayennepfeffer Salbe, Creme, Pflaster Scharfstoff Capsaicin: zuerst “brennt” die Haut, danach wohltuende Wärme; nach einigen Anwendungen wird die Stelle unempfindlicher gegen Schmerz; verstärkte Durchblutung → mehr Gelenkschmiere, bessere Ernährung der Knorpelsubstanz; Studie: lang anhaltender schmerzlindernder Effekt
Heublumen Wickel, Auflagen, Bäder Vermehren Durchblutung, erhöhen Gewebstoffwechsel, mindern Tonus der Muskulatur → entspannte Muskulatur lindert Schmerz; Studie: schon nach Erstanwendung erhebliche Linderung (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, Hüft-, Knie-, Schulter- und Armbereich)
Ingwer Öl, Bad, Tee, Wickel, Einreibung Entzündungshemmend, schmerzlindernd, in ihrer Wirkung nicht-steroidalen Entzündungshemmern gleich, aber ohne deren Nebenwirkungen; enthält schmerzstillende Gingerole, die der Salicylsäure ähneln; Studie: lindert Beschwerden einer Kniegelenksarthrose
Johanniskrautöl Auflage, Bäder Wärmendes, schmerzlinderndes, muskelentspannendes “Rotöl”
Kartoffel Auflage Langanhaltende, zu Beginn intensive Wärmeauflage, durchblutungsfördernd → lindert Schmerz und Verspannung
Kirschkern-, Erbsen-, Salzwasser-Päckchen Päckchen Kalt angelegt: entzündungshemmend, schmerzlindernd; erwärmt angelegt: fördert Durchblutung, lindert Schmerz und Entzündung
Kohl Auflage Verbessert Gelenkschwellung, wirkt Schmerz- und Verspannungszuständen entgegen, fördert Durchblutung
Quark Auflage Kühlt → entzündungshemmend und schmerzlindernd
Senfmehl Auflage, Bäder Stark durchblutungsfördernd, hautreizend, durchwärmend; steigert reflektorisch die Durchblutung tiefer gelegener Körperschichten; lindert arthrotische Beschwerden/Muskelschmerzen

Pflanzenporträts

Afrikanische Teufelskralle

Brennnessel

Therapiekonzept Arthrose

Alle Therapieschritte werden parallel durchgeführt.

Therapieziel Dauer Maßnahmen Darreichung
Entlastung des Bindegewebes / Stoffwechselförderung 6 Wochen Brennnessel, Löwenzahn, Birke und weitere Aquaretika, Hepatoprotektiva, Bitterstoffdrogen, Diaphoretika Tees, Präparate, Nahrungsergänzungsmittel
Schmerzlinderung, Entzündungshemmung innerlich 6–12 Wochen Afrikanische Teufelskralle, Brennnessel, Hagebutte, Weide, Pappel/Esche/Goldrute Tees, Präparate, Nahrungsergänzungsmittel
Schmerzlinderung, Entzündungshemmung äußerlich 6–12 Wochen Arnika, Beinwell, Cayenne, Heublumen, Johanniskrautöl, Weihrauch Präparate, Auflagen

[!IMPORTANT] Beachte Wie lange eine Arthrose behandelt wird, richtet sich nach den individuellen Beschwerden. Die schmerzlindernde Wirkung stellt sich in der Regel frühestens nach 2–3 Wochen ein. Bei der Hagebutte zeigen sich deutliche Verbesserungen häufig erst nach 2–3 Monaten.

Teemischungen und Rezepte

Klassischer “Entschlackungstee”

Droge Menge
Urticae herba (Brennnesselkraut) 30 g
Taraxaci radix cum herba (Löwenzahnwurzel mit -kraut) 30 g
Betulae folium (Birkenblätter) 20 g
Menthae piperitae folium (Pfefferminzblätter) 10 g
Calendulae flos (Ringelblumenblüten) 10 g

Zubereitung: 1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen und 3–5-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Mild abführender Stoffwechseltee

Droge Menge
Millefolii herba (Schafgarbenkraut) 30 g
Taraxaci radix cum herba (Löwenzahnwurzel mit -kraut) 30 g
Sennae folium (Sennesblätter) 20 g
Foeniculi fructus cont. (Fenchelfrüchte, angequetscht) 20 g

Zubereitung: 1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Ausleitungstee mit Diaphoretikum, Laxans und Lymphpflanze

Droge Menge
Urticae herba (Brennnesselkraut) 20 g
Taraxaci radix cum herba (Löwenzahnwurzel mit -kraut) 20 g
Sambuci flos (Holunderblüten) 20 g
Cortex frangulae (Faulbaumrinde) 20 g
Geranii robertiani herba (Storchschnabelkraut) 20 g

Zubereitung: 1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Säureausleitender Tee

Droge Menge
Urticae herba (Brennnesselkraut) 20 g
Betulae folium (Birkenblätter) 20 g
Solidaginis virgaureae herba (Echtes Goldrutenkraut) 20 g
Levistici radix (Liebstöckelwurzel) 20 g
Juniperi fructus cont. (Wacholderbeeren, angestoßen) 20 g

Zubereitung: 1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 15 Min. bedeckt ziehen lassen und 3–5-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Basentee

Droge Menge
Urticae herba (Brennnesselkraut) 20 g
Taraxaci radix cum herba (Löwenzahnwurzel mit -kraut) 20 g
Equiseti herba (Ackerschachtelhalmkraut) 20 g
Graminis rhizoma (Queckenwurzelstock) 20 g
Phaseoli fructus sine semine (Gartenbohnenhülsen) 20 g

Zubereitung: 2 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 15 Min. bedeckt ziehen lassen und 3–5-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Mild schmerzlindernder Rheumatee

Droge Menge
Filipendulae ulmariae flos (Mädesüßblüten) 25 g
Cortex salicis (Weidenrinde) 25 g
Solidaginis virgaureae herba (Echtes Goldrutenkraut) 20 g
Betulae folium (Birkenblätter) 15 g
Sambuci flos (Holunderblüten) 15 g

Zubereitung: 2 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10–15 Min. bedeckt ziehen lassen und 3–5-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Rheumatee

Droge Menge
Dulcamarae stipites (Bittersüßstängel) 20 g
Graminis rhizoma (Queckenwurzelstock) 20 g
Cortex salicis (Weidenrinde) 20 g
Guajaci lignum (Guajakholz) 20 g
Filipendulae ulmariae flos (Mädesüßblüten) 20 g

Zubereitung: 2 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10–15 Min. bedeckt ziehen lassen und 3–5-mal tägl. 1 Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.

Präparate

Stoffwechsel / Ausleitung

Präparat Inhalt Dosierung
Aqualibra Goldrute, Orthosiphon, Hauhechel 3-mal tägl. 2 Tabl.
Betula alba Urtinktur (Birke) DHU Birke 3-mal tägl. 5 Tr.
Betula folium Urtinktur (Birke) Ceres Birke 3-mal tägl. 3 Tr.
Canephron N Liebstöckel, Rosmarin, Tausendgüldenkraut 3-mal tägl. 2 Drg. oder 5 ml
Carito mono Orthosiphonblätter 3-mal tägl. 2 Kps.
Cefasilymarin Mariendistel 2–3-mal tägl. 1 Filmtbl.
Cynacur Artischocke 3–4-mal tägl. 1 Drg.
Cystinol long Echte Goldrute 3-mal tägl. 1 Drg.
Equisetum Urtinktur (Ackerschachtelhalm) Ceres/DHU Ackerschachtelhalm 3-mal tägl. 3–5 Tr.
Silymarin-loges Mariendistel 3-mal tägl. 1 Drg.
Hepar-SL forte Artischocke 3-mal tägl. 1–2 Kps.
Legalon forte Mariendistel 2-mal tägl. 1 Kps.
Phytodolor Pappel, Esche, Goldrute 3-mal tägl. 30–50 Tr.
Solidago ren mono Echte Goldrute 3-mal tägl. 1 Drg.

Analgetika — innerlich

Präparat Inhalt Dosierung
Hox alpha Brennnessel 3-mal tägl. 2 Tbl.
Brennnessel-Tee Brennnessel 2-mal tägl. 1 Tbl.
Phytodolor Pappel, Esche, Goldrute 3-mal tägl. 30–50 Tr.
Rheuma-Hek forte Brennnessel 3-mal tägl. 1 Drg.
Tromcardin / Natulind 600 mg / Ardeyphyt / TEUFEL Afrikanische Teufelskralle 3-mal tägl. 1–2 Kps.
Sogoon Afrikanische Teufelskralle 2-mal tägl. 1 Tbl.
Weidenrinde Schmerzdragees Weidenrinde Bis zu 8 Drg. tägl.

Nahrungsergänzungsmittel

Präparat Inhalt Dosierung
Arthrophil Glucosamin, Hagebutte, Brennnessel, Methylsulfonymethan, Hyaluronsäure, Vitamin C und D, Mangan 2-mal tägl. 2 Kps.
Hagebuttenpulver Caelo Hagebutte 5–10 g tägl.
Litozin Hagebutte 3-mal tägl. 1 Kps.
Birke Naturreiner Pflanzensaft Schoenenberger Birke 2-mal tägl. 20 ml
Brennnessel Naturreiner Pflanzensaft Schoenenberger Brennnessel 2-mal tägl. 20 ml
Löwenzahn Naturreiner Pflanzensaft Schoenenberger Löwenzahn 2-mal tägl. 20 ml
Zinnkraut Naturreiner Pflanzensaft Schoenenberger Zinnkraut 2-mal tägl. 20 ml

Analgetika — äußerlich

Präparat Inhalt Anwendung
ABC Wärme-Creme Cayenne 3-mal tägl. auftragen
Arnika Salbe 10 % und 30 % Weleda Arnika 3-mal tägl. auftragen
Arnika-Gelee Weleda Arnika 3-mal tägl. auftragen
Arthrosenex N Creme Arnika 3-mal tägl. auftragen
Capsamol Salbe Cayenne 3-mal tägl. auftragen
DOLO-CYL Öl Johanniskrautöl, Arnika, Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin, Wacholder, Latschenkiefer 3-mal tägl. auftragen
Kneipp Arnika Salbe S Arnika 3-mal tägl. auftragen
Kneipp Arnika Kühl- und Schmerzgel Arnika, Kampfer 3-mal tägl. auftragen
Kytta-Plasma f Umschlagpaste Beinwell 1–2-mal tägl. über 5 Std. auflegen
Kytta-Balsam f Beinwell, Methylnicotinat 3-mal tägl. auftragen
Kytta Schmerzsalbe Beinwell 3-mal tägl. auftragen
Profelan Arnika 3-mal tägl. auftragen
Röwo Sportgel Spray Arnika, Menthol, Minzöl, Kamille, Echinacea, Hamamelis 3-mal tägl. auftragen
Thermo-Bürger Salbe Cayenne 3-mal tägl. auftragen
Traumaplant Salbe Beinwell 3-mal tägl. auftragen

Äußerliche Anwendungen

Heublumenauflage

Ein Heublumensack wird 15 Min. im Wasserdampf erwärmt (im Dampfkochtopf 1–2 Min.) und dann vorsichtig ausgedrückt. So heiß wie möglich legt man ihn dicht auf die betroffene Stelle und fixiert ihn straff mit einem Wolltuch. Die Auflage bleibt liegen, solange sie angenehm ist, also etwa 40 Min.

Mit einer Temperatur von 42 °C aufgelegt, gelangen die Wirkstoffe des Heusacks direkt in die Haut und wirken örtlich wie auch am ganzen Körper schmerzlindernd und entspannend.

Hinweise

  • Chronische Erkrankungen brauchen “chronische”, also lang dauernde Behandlungen mit regelmäßigen Intervallen und abwechselnden Mitteln
  • Selbst bei über Jahre benötigter Therapie tritt kein Gewöhnungseffekt ein
  • Innerlich eingenommene pflanzliche Schmerzmittel wirken frühestens nach 2–3 Wochen und sind bei regelmäßiger Einnahme dauerhaft wirksam
  • Äußerlich aufgetragene Phytoanalgetika greifen rasch (oft nach 30 Min.), dafür meist nur wenige Stunden

Zusammenfassung: Die Arthrose-Therapie ruht auf drei Säulen: (1) Entlastung des Bindegewebes und Stoffwechselförderung durch Aquaretika, (2) innerliche Schmerzlinderung und Entzündungshemmung mit Teufelskralle, Brennnessel, Hagebutte und Weidenrinde über mindestens 6–12 Wochen sowie (3) äußerliche Anwendung von Arnika, Beinwell, Cayennepfeffer und Heublumen zur raschen Schmerzlinderung. Ergänzend kommen Teemischungen (Entschlackungstee, Basentee, Rheumatee) und Phytotherapie-Präparate zum Einsatz.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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