Bärentraube

pflanzenprofilpflanzearctostaphylos uva ursi
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi)

  • Familie: Ericaceae
  • Droge: Uvae-ursi folium
  • Hauptkomponenten: Arbutin, Gerbstoffe

Inhaltsstoffe

  • 6–12 % Arbutin (Hydrochinon-β-D-glucosid), Methylarbutin: Prodrugs, die im alkalischen Harn zu Hydrochinon (wirksam antibakteriell) hydrolysiert werden
  • 10–20 % Gerbstoffe (Gallotannine)
  • Flavonoide (Hyperosid, Quercitrin)

Wirkungen

  • Antibakteriell (Harndesinfizienz) durch Hydrochinon-Freisetzung im alkalischen Harn
  • Adstringierend, entzündungshemmend durch Gerbstoffe

Indikationen

  • Akute und rezidivierende Harnwegsinfekte (Zystitis), Durchspülungstherapie

Anwendungen

Tee: 1 TL Blätter kalt ansetzen, aufkochen, 15 Min. ziehen. 3–4× tgl. zwischen den Mahlzeiten. Max. Anwendungsdauer 7 Tage.

Fertigarzneimittel (standardisiert).

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden (durch Gerbstoffe). Harn kann sich grünlich verfärben (harmlos).

Gegenanzeigen: Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder unter 12 Jahren, Nierenerkrankungen.

Kombinationen

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
Nach oben ↑