Hirtentäschel

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)
- Familie: Brassicaceae
- Droge: Bursae pastoris herba (Hirtentäschelkraut)
- Hauptkomponenten: Flavonoide, biogene Amine, Kaliumsalze
Inhaltsstoffe
- Flavonoide (Luteolin-7-glucosid, Quercetin, Diosmetin)
- Biogene Amine (Tyramin, Cholin, Acetylcholin): bis zu 1 %
- Kaliumsalze, Gerbstoffe, Saponine, Senfölglykoside (in Spuren)
Wirkungen
- Blutstillend (hämostyptisch) über Flavonoide und biogene Amine
- Uterustonisierend (kontrahiert die Gebärmuttermuskulatur)
- Blutdrucksenkend (mild) über Acetylcholin und Kalium
- Adstringierend (durch Gerbstoffe)
Indikationen
- Zu starke Menstruation (Hypermenorrhö), Zwischenblutungen (HMPC: “Traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei starken Menstruationsblutungen”)
- Nasenbluten, oberflächliche Blutungen
Anwendungen
Tee: 1–2 TL auf 150 ml kochendes Wasser, 10 Min. ziehen. 3× tgl.
Tinktur: 20–30 Tr. 3× tgl.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Selten Magen-Darm-Beschwerden.
Gegenanzeigen: Schwangerschaft (uteruskontrahierend!). Stillzeit. Unklare bzw. anhaltende Blutungen (ärztliche Abklärung!).
Kombinationen
- Mit Frauenmantel und Schafgarbe bei zu starker Menstruation
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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