Zitronenverbene

pflanzenprofilpflanzealoysia citrodora
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Zitronenverbene / Echtes Eisenkraut (Aloysia citrodora)

  • Familie: Verbenaceae
  • Droge: Aloysiae citrodorae folium (Zitronenverbenenblätter)

Inhaltsstoffe

  • Ätherisches Öl (bis 2 %): Citral (Neral + Geranial), Limonen, Caryophyllen, Linalool
  • Flavonoide, Phenylpropanglykoside (Verbascosid)
  • Gerbstoffe, bittere Cucurbitacine

Wirkungen (innerlich und äußerlich)

  • Verdauungsfördernd: appetitanregend, krampflösend und beruhigend auf den Magen-Darm
  • Nervenstärkend: mild beruhigend, entspannend bei Nervosität und Unruhe
  • Durchblutungsfördernd, leicht fiebersenkend
  • Antioxidativ, entzündungshemmend
  • Äußerlich: beruhigende und kühlende Umschläge

Indikationen (HMPC/ESCOP wo bekannt)

  • (Traditionell): Leichte Verdauungsbeschwerden, Beruhigung bei Nervosität
  • Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen
  • Nervosität, Unruhe, Einschlafstörungen (mild)
  • Durchblutungsstörungen (Unterstützung)
  • Unterstützend bei leichtem Fieber

Anwendungen (Tee/Tinktur mit Dosierung)

Tee: 1–2 TL Blätter mit 150 ml heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen, 8 Min. ziehen lassen. 2–3× tgl. 1 Tasse.

Tinktur: 3× tgl. 10–20 Tropfen in Wasser.

In der Durchblutungstinktur: 1 EL Zitronenverbene, getrocknet — durchblutungs- und gefäßstützende Komponente. Siehe Durchblutungstinktur.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Sehr gut verträglich. Selten allergische Reaktionen auf Lippenblütler-/Vervainengewächse.

Gegenanzeigen: In der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache. Bei Nierenleiden hohe Dosen meiden.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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