Heilpflanzen in der Frauenheilkunde

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Die Gynäkologie zählt zu den klassischen Einsatzfeldern der Pflanzenheilkunde. Schon seit Jahrtausenden gilt die Verwendung von Heilpflanzen in der Frauenmedizin als selbstverständlich. Bei gynäkologischen Erkrankungen und in der Geburtshilfe erweisen sie sich als verlässliche Begleiterinnen: Sie lindern gezielt, bringen gestörte Abläufe in Ordnung und stabilisieren das gesamte “Drumherum”. Neuere experimentelle und klinische Studien belegen, dass die Phytotherapie nach heutigem Stand des Wissens eine rationale Alternative in der Gynäkologie darstellt – nicht allein wegen der geringen Nebenwirkungen.

Allgemeine Einführung

Sogenannte “Frauenbeschwerden” sind Teil weiblicher Normalität und keine von Grund auf behandlungsbedürftigen Abweichungen. Gemeint sind vor allem Schmerzen oder (Blutungs-)Unregelmäßigkeiten vor beziehungsweise während der Menstruationsblutung sowie in den Wechseljahren: Beschwerden im Rahmen des prämenstruellen Syndroms, klimakterische Probleme und auch solche, die bei Schwangerschaft und Geburt auftreten.

Die erste Regelblutung im Leben einer Frau nennt man Menarche, die letzte Menopause. Ein Menstruationszyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage, die genaue Länge schwankt jedoch von Frau zu Frau. Als Menorrhöe wird die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter bezeichnet.

Übersicht der wichtigsten Heilpflanzen

Pflanze Wirkung Anwendung
Mönchspfeffer / Keuschlamm Prolaktinsenkend, dopaminerg, hormonregulierend PMS, Zyklusstörungen, Wechseljahresbeschwerden
Frauenmantel Gestagenartig, gelbkörperregulierend, adstringierend Menstruationsbeschwerden, zu starke Blutung, PMS
Gänsefingerkraut Spasmolytisch, krampflösend Dysmenorrhö (Regelschmerzen)
Schafgarbe Spasmolytisch, blutstillend, menstruationsregulierend Menstruationsbeschwerden
Traubensilberkerze / Cimicifuga Östrogenartig (Phyto-SERM), LH-supprimierend Wechseljahresbeschwerden
Johanniskraut Antidepressiv, stimmungsaufhellend Psychische Wechseljahresbeschwerden, PMS
Salbei Schweißhemmend Hitzewallungen, Schwitzen
Hirtentäschel Blutstillend, hämostyptisch Zu starke Menstruation (Hypermenorrhö)

Unterkapitel

Typische Erkrankungen

  • Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhö)
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • Wechseljahresbeschwerden (Klimakterium)
  • Zyklusstörungen (Amenorrhö, Oligomenorrhö)
  • Hypermenorrhö (zu starke Blutung)
  • Endometriose – Begleittherapie

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Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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