Menstruationsbeschwerden

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Beschreibung

Menstruationsbeschwerden zählen zu den häufigsten gynäkologischen Problemen überhaupt. Man unterscheidet verschiedene Formen:

Dysmenorrhö (schmerzhafte Regelblutung)

  • Primäre Dysmenorrhö: Beginnt einige Monate nach der Menarche; nach der ersten Schwangerschaft bessert sie sich oft von selbst.
  • Sekundäre Dysmenorrhö: Setzt erst später ein, beruht meist auf organischen Veränderungen und kann bis in die Menopause hinein anhalten.

Symptome: Krampfartige bis kolikförmige Bauchschmerzen, die häufig bereits vor Blutungsbeginn beziehungsweise am 1. Blutungstag einsetzen – unabhängig davon, wie stark die Blutung ist. Nicht selten strahlen die Unterleibsschmerzen in den Rücken aus oder äußern sich als Druckgefühl im Unterleib. Dazu kommen vegetative Begleiterscheinungen: Kopfschmerz, Müdigkeit, gereizte seelische Verstimmung, Verdauungsstörungen, Durchfall bis Verstopfung oder Übelkeit.

Ursachen: Sie können organischer Natur sein (Endometriose, Myome, Polypen, Fehlbildung der Gebärmutter u.a.) oder psychosomatisch (Stress, Verdrängung, sexuelle Gewalterfahrungen u.a.); zudem können eine Spirale oder vorausgegangene gynäkologische Eingriffe dahinterstecken.

Praxistipp: Bei Menstruationsbeschwerden nicht abwarten, bis der Schmerz einsetzt – besser vorbeugend mit lindernden Maßnahmen beginnen. Dann muss sich die Gebärmutter gar nicht erst verkrampfen, und einen bereits verkrampften Uterus zu entspannen ist ungleich schwieriger! Ideal ist es, etwa 5 Tage vor dem erwarteten Blutungsbeginn zu starten und die Behandlung über mehrere Tage fortzusetzen.

Menorrhagie und Hypermenorrhö

  • Menorrhagie: Verlängerte Blutungsdauer (über 6 Tage) bei starker Blutung. Das ist belastend: Betroffene fühlen sich “ausgeblutet”, sind erschöpft und kraftlos, unter Umständen entwickelt sich eine Blutarmut (Anämie).
  • Hypermenorrhö: Zu starke Blutungen, die über 2-3 Zyklen hinweg nach eigenem Empfinden stärker ausfallen als sonst – beziehungsweise bei denen mehr als 15 Binden oder Tampons pro Tag nötig sind.

Ursachen: Myome, Polypen, bösartige Veränderungen, eine Lageveränderung der Gebärmutter oder hormonelle Unregelmäßigkeiten.

Amenorrhö und Hypomenorrhö

  • Hypomenorrhö: Zu schwache Blutung – wirkt auf viele Frauen eher angenehm und hat meist keinen Krankheitswert.
  • Primäre Amenorrhö: Die Blutung bleibt ganz aus – ohne Schwangerschaft oder Einnahme der Antibabypille. Ursachen können eine Hormonstörung, Anorexia nervosa, eine Autoimmunerkrankung oder angeborene Stoffwechseldefekte sein.
  • Sekundäre Amenorrhö: Nach vorangegangenen natürlichen Blutungen bleibt die Menstruation länger als 6 Monate aus – ohne Schwangerschaft, Stillzeit oder Wechseljahre. Als Ursachen kommen Gewichtsabnahme, das “Post-Pill-Syndrom”, hormonelle Störungen, eine schwere Allgemeinerkrankung, eine Psychose oder Medikamente infrage.

Metrorrhagie

Blutungen zwischen den Regelblutungen – die genaue Ursache muss ärztlich abgeklärt werden.

Achtung: Menstruationsfördernde Emmenagoga stimulieren Unterbauch und Verdauung kräftig, wirken durchblutungsfördernd und wärmend. Dadurch können sie wehenanregend und abortiv wirken – deshalb sind sie in der Schwangerschaft tabu!

Phytotherapeutika

Beschwerdebild Phytotherapeutika Wirkung
Dysmenorrhö Gänsefingerkraut, Schafgarbe, Kamille, Fenchel, Pfefferminze, Mutterkraut, Zahnstocherammei/Khella krampflindernde Spasmolytika
Lavendel, Melisse entspannend, beruhigend
Menorrhagie / Hypermenorrhö / Metrorrhagie Frauenmantel, Mönchspfeffer, Schafgarbe blutungsregulierend, hormonregulierend
Hirtentäschel, Blutwurz blutstillend (Hämostyptika)
Brennnessel, Enzian tonisierend, eisenhaltig
Hypo- und Amenorrhö Mönchspfeffer hormonregulierend (bei sek. Amenorrhö in 60% der Fälle als alleinige Therapie erfolgreich; mind. 3 Monate einnehmen)
Beifuß Emmenagogum (2-3 Tassen Tee/Tag, 3-4 Monate lang; abends)
Engelwurz, Rosmarin, Wermut, Basilikum, Ingwer, Wacholder, Pfeffer, Senf Emmenagoga
Faulbaum, Sennes kurzfristig Laxanzien

Naturheilkunde allgemein

Dysmenorrhö Hypermenorrhö Amenorrhö
Ruhe, Wärme, Wärmflasche, entspannende Massage, warmes Fuß- oder Vollbad Bettruhe Reduzierung von Stress u.a. Belastungsfaktoren (Rauchen)
Ernährung: leicht, basisch, salzarm, eher entwässernd, mineralreich Eisbeutel auf den Bauch Bewegung (Luna-Yoga, Bauchtanz)
Fasten, Obst-/Reistag: 1 Tag vor Einsetzen der Menstruation Reduzierung von Stress- und Belastungsfaktoren jeglicher Art Ernährung: viel Vitamin-E-haltige Öle (am Hormonaufbau beteiligt: Weizenkeimöl, Nachtkerzenöl, Brennnesselsamen)
Leichte körperliche Bewegung fördert Durchblutung und Entspannung Ernährung: ausgewogen, “farbig” (Obst, Gemüse), Brennnesseln (eisenhaltig) Fuß-/Sitzbad mit Emmenagoga

Zyklusphasen-Unterstützung bei Amenorrhö

  • Erste Zyklushälfte: Östrogenähnlich wirkende Pflanzen: Hopfen, Salbei, Rotklee, Blätter von Himbeere oder Schwarzer Johannisbeere
  • Zweite Zyklushälfte: Progesteronähnlich wirkende Pflanzen: Frauenmantel, Mönchspfeffer, Schafgarbe, Yams

Pflanzenporträts

Gänsefingerkraut

Schafgarbe

Therapiekonzept

Therapiekonzept Dysmenorrhö

Alle Therapieschritte werden parallel durchgeführt.

Therapieziel Spasmolyse Evtl. Hormonregulation Evtl. Beruhigung und Spannungslösung
Pflanzen Gänsefingerkraut, Schafgarbe, Kamille, Fenchel, Pfefferminze, Mutterkraut, Zahnstocherammei/Khella Therapiekonzept Menorrhagie (s.u.) Therapiekonzept nervöse Unruhezustände, Therapiekonzept depressive Verstimmungen
Dauer 1-5 Tage vor Eintritt bis zum Abklingen der Menstruation Über mindestens 3-6 Zyklen Über mehrere Monate
Formen Tees, Präparate, Auflagen, Einreibungen Tees, Präparate Tees, Präparate, Nahrungsergänzungsmittel

Therapiekonzept Menorrhagie, Hypermenorrhö und Metrorrhagie

Therapieziel Blutstillung (Hämostyptika) Tonisierung Hormonregulation
Pflanzen Hirtentäschel, Schafgarbe, Blutwurz Brennnessel, Enzian, Schafgarbe Frauenmantel, Mönchspfeffer, Schafgarbe, Traubensilberkerze
Dauer Akut bis zu Beschwerdelinderung 4-6 Wochen, evtl. länger Über mindestens 3-6 Zyklen
Formen Tees, Präparate Tees, Präparate, Nahrungsergänzungsmittel Präparate

Therapiekonzept Hypo- und Amenorrhö

Therapieziel Emmenagoga Hormonregulation
Pflanzen Anthranoide (Faulbaum, Senna), Beifuß, Rosmarin, Wacholder, Wermut Therapiekonzept Menorrhagie
Dauer 1 Woche vor Beginn der zu erwartenden Menstruation bis zum Einsetzen Über mindestens 3-6 Zyklen
Formen Tees, Präparate Tees, Präparate

Teemischungen / Rezepte

Klassischer krampflösender Bauchtee

  • Millefolii flos (Schafgarbenblüten) 30 g
  • Anserinae herba (Gänsefingerkraut) 30 g
  • Matricariae flos (Kamillenblüten) 30 g
  • Foeniculi fructus cont. (Fenchelfrüchte, angestoßen) 10 g

1 TL der Mischung mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen und 7 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen und 3-5-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Tee bei Dysmenorrhö

  • Tanaceti partenii herba (Mutterkraut) 40 g
  • Matricariae flos (Kamillenblüten) 40 g
  • Foeniculi fructus cont. (Fenchelfrüchte, angestoßen) 20 g

1 TL mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-mal tägl. 1 Tasse vor den Mahlzeiten trinken.

Tee bei Dysmenorrhö und dyspeptischen Beschwerden

  • Matricariae flos (Kamillenblüten) 30 g
  • Menthae piperitae folium (Pfefferminzblätter) 20 g
  • Zingiberis rhizoma (Ingwer) 20 g
  • Melissae folium (Melissenblätter) 20 g
  • Lavandulae flos (Lavendelblüten) 10 g

1 TL der Mischung mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen und 3-mal tägl. 1 Tasse nach den Mahlzeiten trinken.

Tee bei Dysmenorrhö und nervöser Unruhe

  • Passiflorae herba (Passionsblumenkraut) 40 g
  • Valerianae radix (Baldrianwurzel) 30 g
  • Melissae folium (Melissenblätter) 20 g
  • Aurantii flos (Orangenblüten) 10 g

1 TL der Mischung mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen und 3-5-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Hormonregulierender Tee für Mädchen mit unregelmäßiger Menstruation und Dysmenorrhö

  • Millefolii herba (Schafgarbenkraut) 50 g
  • Alchemillae herba (Frauenmantelkraut) 50 g

1 TL der Mischung mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen und 2-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Blutungsstillender Tee nach Dr. Künzle

  • Alchemillae herba (Frauenmantelkraut) 25 g
  • Bursae pastoris herba (Hirtentäschelkraut) 25 g
  • Millefolii herba (Schafgarbenkraut) 25 g
  • Tormentillae rhizoma (Blutwurzwurzel) 25 g

1 TL mit 200 ml kaltem Wasser übergießen, über Nacht bedeckt stehen lassen, kurz aufwallen lassen, bedeckt 20-30 Sek. ziehen lassen und 3-4 Tage vor Eintritt der Menstruation mit 2-mal tägl. 1 Tasse beginnen, bei starken Blutungen 3-4-mal tägl. 1 Tasse. Im Klimakterium 2-mal tägl. 1 Tasse, dann 2-4 Wochen Pause, dann wiederholen.

Hirtentäscheltee (einfach)

Bursae pastoris herba (Hirtentäschelkraut) mit kochendem Wasser übergießen und 15 Min. bedeckt ziehen lassen. Bis zu 4-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Stärkender Tee bei Eisenmangel

  • Urticae herba (Brennnesselkraut)
  • Alchemillae herba (Frauenmantelkraut)
  • Millefolii herba (Schafgarbenkraut) aa ad 100 g

1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-4-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Blutungsfördernder Tee (Emmenagogum)

  • Rosmarini folium (Rosmarinblätter) 30 g
  • Artemisiae herba (Beifußkraut) 30 g
  • Juniperi fructus cont. (Wacholderbeeren, angestoßen) 20 g
  • Frangulae cortex (Faulbaumrinde) 20 g

1 TL mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 2-3-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Kräftiger blutungsfördernder Tee

  • Frangulae cortex (Faulbaumrinde) 25 g
  • Sennae folium (Sennesblätter) 25 g
  • Foeniculi fructus contusa (Fenchelfrüchte, angestoßen) 25 g
  • Artemisiae herba (Beifußkraut) 25 g

1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 2-3-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Blutungsfördernder und hormonregulierender Tee

  • Alchemillae herba (Frauenmantelkraut) 30 g
  • Artemisiae herba (Beifußkraut) 30 g
  • Rosmarini folium (Rosmarinblätter) 30 g
  • Absinthi herba (Wermutkraut) 10 g

1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen und 2-3-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Auflagen und Einreibungen

  • Kamillen-Bauchauflage (wärmend, entspannend)
  • Schafgarben-Bauchwickel (krampflösend, durchblutend)
  • Einreibungen: Mehrmals tägl. den Unterbauch einreiben mit: Lavendelöl 10 % Weleda, Majorana 10 % Salbe Weleda, Melissenöl Wala, Baby Bäuchleinöl Weleda
  • Ingweröl: Frischen Ingwer reiben, den Saft durch Mulltuch auspressen und 1:5 mit Sesamöl mischen, einmassieren – durchwärmt, entspannt, lindert Schmerzen
  • Krampflindernde Ölmischung: 5 ml Mandelöl mit je 1 Tr. ätherischem Öl von Lavendel, Rose und Muskatellersalbei vermengen
  • Senfmehlfußbad oder Senfmehlkompresse auf die Kreuzbeinregion: durchblutet Beckenorgane kräftig, regt die ovarielle Funktion an (Cave: Verbrennungsgefahr, korrekte Anwendung beachten)
  • Durchblutungsförderndes Einreibeöl: Mit Rosmarin, Ingwer, Wacholder

Praxistipp: Die Kombination aus Brennnesselsaft und einer Bitterstoffdroge – etwa Enziantinktur – hat sich sehr bewährt, um die Aufnahme von Eisen zu verbessern.

Präparate

Spasmolytika

  • Spasmon (Ammi Visnaga, Chamomilla D1, Atropinum sulfuricum D4, Podophyllum D4): 3-5-mal tägl. 20-30 Tr.
  • Millefolium Urtinktur (Schafgarbe) Ceres: mehrmals tägl. 3-5 Tr.
  • Potentilla anserina Urtinktur (Gänsefingerkraut) DHU: mehrmals tägl.
  • Ammi Visnaga comp. Suppositorien (Zahnstocherammei, Tollkirsche, Kamille, Tabak): 1-3-mal tägl. 1 Zäpfchen in den Mastdarm einführen (verschreibungspflichtig)

Hämostyptika

  • Capsella bursa pastoris Urtinktur (Hirtentäschel) DHU, Weleda: mehrmals tägl. 10 Tr.
  • Tinctura bursae pastoris (Hirtentäschel) Caelo: mehrmals tägl. 20 Tr.
  • Tinctura tormentillae (Blutwurz) Caelo: mehrmals tägl. 20 Tr.
  • Styptysat plus (Hirtentäschel, Vitamin K): 2-3-mal tägl. 2-3 Drg.; bei Hypermenorrhö bereits 3-4 Tage vorher beginnen

Tonika

  • Anaemodoron (Wald-Erdbeere, Brennnessel): 3-mal tägl. 20 Tr. vor den Mahlzeiten
  • Urtica dioica Ferro culta (Brennnessel, Eisen): 2-5-mal tägl. 10-15 Tr.

Hormonregulation

  • Agnucaston (Mönchspfeffer): 1-mal tägl. 1 Tbl.
  • Agnolyt (Mönchspfeffer): 1-mal tägl. 1 Kps. bzw. 40 Tr.
  • Alchemilla vulgaris Urtinktur (Frauenmantel) Ceres/DHU: 3-mal tägl. 3 bzw. 10 Tr.
  • Cefakliman mono (Traubensilberkerze): 2-mal tägl. 1 Kps.
  • Femicur N (Mönchspfeffer): 1-mal tägl. 1 Kps.
  • Klimadynon Uno (Traubensilberkerze): 1-mal tägl. 1 Tbl.
  • Menodoron (Oregano, Eiche, Schafgarbe, Hirtentäschel, Brennnessel): 2-3-mal tägl. 15-30 Tr.; während Menstruation aussetzen
  • Remifemin mono (Traubensilberkerze): 1-mal tägl. 1 Tbl.
  • Sinei (Traubensilberkerze): 1-mal tägl. 1 Kps.
  • Strotan (Mönchspfeffer): 1-mal tägl. 1 Tbl.

Nahrungsergänzungsmittel

  • Gänsefingerkraut Naturreiner Heilpflanzensaft Schoenenberger: 3-mal tägl. 10 ml
  • Brennnessel Naturreiner Heilpflanzensaft: 3-mal tägl. 10 ml
  • Floradix Kräuterblut (Eisen)
  • Brennnesselsaft (eisenhaltig): 1-mal tägl. 15 ml

Hinweise

  • Anhaltende oder außergewöhnlich starke Blutungen erfordern immer eine ärztliche Abklärung, um Myome, Polypen oder bösartige Veränderungen auszuschließen.
  • Die Therapie der Dysmenorrhö beginnt am besten vorbeugend, etwa 5 Tage vor dem erwarteten Blutungsbeginn.
  • Mönchspfeffer wird bei Amenorrhö mindestens 3 Monate lang eingenommen.
  • Emmenagoga (Beifuß, Wermut, Rosmarin, Wacholder etc.) dürfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden – abortive Wirkung!
  • Hormonregulierende Therapien laufen mindestens über 3-6 Zyklen.

Zusammenfassung

Menstruationsbeschwerden lassen sich pflanzenheilkundlich sehr gut behandeln. Bei Regelschmerzen stehen krampflösende Spasmolytika wie Gänsefingerkraut und Schafgarbe im Vordergrund. Zu starke Blutungen behandelt man mit blutstillenden Hämostyptika (Hirtentäschel, Frauenmantel), unterstützt durch die tonisierende, eisenhaltige Brennnessel. Bleibt die Menstruation aus, greifen Emmenagoga (Beifuß, Rosmarin, Wermut) sowie hormonregulierende Pflanzen (Mönchspfeffer, Frauenmantel). Die Therapie richtet sich nach der Zyklusphase und wird über mehrere Zyklen durchgeführt.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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