Ginkgo

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Ginkgo (Ginkgo biloba, Ginkgoaceae)
Droge: Ginkgo bilobae folium
Inhaltsstoffe:
- 22–27 % Flavonglykoside, 5–7 % Terpenlaktone (Ginkgolide A, B, C)
- Proanthocyanidine, Biflavone, Ginkgolsäuren
Wirkungen:
- Fördert Mikrozirkulation, erhöht Strömungsgeschwindigkeit im Kapillargebiet, verbessert Fließeigenschaften des Blutes
- Ausgeprägt antioxidativ und neuroprotektiv
- “Pflanzliches Gedächtnisschutzmittel”: kann sich mit synthetischen Antidementiva messen, schneidet bei Verträglichkeit und Nebenwirkungen deutlich besser ab
- Steigert Blutfluss im Gehirn, verbessert Gehirnleistung, Lernvermögen und Stressadaption
- Bessert kognitive und soziale Funktionen, Informationsverarbeitung sowie depressive Symptome bei dementen Patienten
- Stabilisiert Kapillarpermeabilität, reguliert Gefäßtonus von Arteriolen und Venolen
- Vermindert Thrombozytenaggregation; antiischämisch
- Entfaltet positive Wirkungen auf Sinnesorgane (Netzhaut, Innenohrdurchblutung)
Indikationen:
- Hirnleistungsstörungen
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit
- Schwindel und Tinnitus
- Bevorzugt in der Geriatrie, präventiv und therapeutisch
- Neuerdings auch begleitend bei ADHS
Nebenwirkungen: Sehr selten leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, allergische Hautreaktionen.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Ginkgo-biloba-Zubereitungen.
[!TIP] Ginkgo-Dosierung
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Claudicatio intermittens): 120–160 mg Trockenextrakt/Tag
- Demenz: 240 mg, verteilt auf 2–3 Einzeldosen
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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