Isländisch Moos

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Isländisch Moos (Cetraria islandica)
- Familie: Parmeliaceae
- Droge: Lichen islandicus
Inhaltsstoffe
- 30-50 % Schleimstoffe (Lichenin, Isolichenin)
- Bitterstoffe (Cetrarsäure)
- Flechtensäuren (Usninsäure)
Wirkungen
- Reizlindernd und schleimhautschützend auf den Schleimhäuten (Mucilaginosum)
- Hustenstillend bei trockenem Reizhusten
- Bitterstoffwirkung: appetitanregend, verdauungsfördernd
- Antibakteriell (Usninsäure)
Indikationen
- Trockener Reizhusten, Bronchitis
- Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum
- Appetitlosigkeit (Dekokt)
Anwendungen
- Kaltansatz (empfohlen): 1 TL mit kaltem Wasser ansetzen, kurz aufkochen, 10 Min. ziehen – schont die Schleimstoffe
- Tee: 1-2 TL auf 250 ml Wasser, kurz aufkochen, 10 Min. ziehen, 3x täglich 1 Tasse
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
- Keine bekannt bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
Kombinationen
- Mit Eibisch und Spitzwegerich als synergistische Schleimdrogen-Kombination bei Reizhusten
- Mit Thymian bei Bronchitis (reizlindernd + auswurffördernd)
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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