Spitzwegerich

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Spitzwegerich (Plantago lanceolata)
Inhaltsstoffe
- 6 % Schleimstoffe
- 5 % Gerbstoffe
- Aucubin (Iridoidglykosid; wirkt im frischen Zustand antibiotisch) und Catalpol
- 2 % Flavonoide, Phenylethanoide (u. a. Acteosid), Vitamin C, Kieselsäure, Kalium, Zink
Wirkungen
- Innerlich: reizmildernd, entzündungshemmend und antitussiv; dazu gewebefestigend und adstringierend; Aucubin und Acteosid schützen die Leberzellen; spasmolytische und antivirale Eigenschaften
- Äußerlich: blutstillend; antibakteriell und entzündungshemmend; Juckreiz- und schmerzlindernd
Indikationen
- Innerlich: trockener, unproduktiver Reizhusten; als Antitussivum besonders bei Kindern geeignet; Entzündungen im Mund- und Rachenraum; Adjuvans bei Bronchitis und Asthma
- Äußerlich: Entzündungen im Mund- und Rachenraum; als “Wiesen-Pflaster” (Erste Hilfe): bei Hautverletzungen, Insektenstichen, Brennnesselquaddeln, leichten Verbrennungen, Sonnenbrand, juckenden Hautallergien und Urtikaria
Anwendungen
- Tee: 2-4 g Spitzwegerichblätter (1-2 TL) mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10-15 Min. ziehen lassen; 3-4-mal täglich 1 Tasse, mit Honig süßen
- Frischsaft: 3-4-mal täglich 10-15 ml unverdünnt oder in warmem Wasser
- Sirup: 1 EL selbst gemachter Spitzwegerich-Honig mehrmals täglich
- Äußerlich: frische, gequetschte Blätter direkt auf Wunden und Insektenstiche legen (“Wiesenpflaster”)
- Kaltauszug bei Mundschleimhautentzündungen: 5 g auf 100 ml kaltes Wasser, 2 Std. ziehen lassen
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nicht bekannt.
Kombinationen
- Mit Eibisch bei trockenem Reizhusten (antitussiv plus schleimhautschützend)
- Mit Thymian bei produktivem Husten und Bronchitis (antibakteriell plus sekretlösend)
- Mit Indisches Lungenkraut bei allergischem Husten und Heuschnupfen
- Mit Süßholz bei entzündlichen Atemwegserkrankungen und Heiserkeit
- Mit Kamille äußerlich bei Wunden und Hautentzündungen
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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