Thymian

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Thymian (Thymus vulgaris)
Inhaltsstoffe
- 2,5-3 % ätherisches Öl (20-25 % Thymol, Carvacrol u. a.)
- Saponine und Bitterstoffe
- Flavonoide, Lamiaceen-Gerbstoffe, Luteolin sowie Kaffee- und Rosmarinsäure
Wirkungen
- Atemwege: auswurffördernd und sekretlösend — die Tätigkeit des Flimmerepithels wird angeregt, zäher Schleim verflüssigt
- Bronchospasmolytisch — die Bronchialmuskulatur wird entkrampft und beruhigt
- Entzündungshemmend
- Intensiv antibakteriell, antiviral und antimykotisch gegen die häufigsten Erreger von Atemwegsinfekten
- Verdauungsorgane: verdauungsfördernd, krampflösend und anregend
Indikationen
- Innerlich: Erkältungskrankheiten, produktiver Husten, krampfhafte (spastische) Bronchitis, Keuchhusten, Asthma und Emphysem; Verdauungsförderung sowie Magen-, Bauch- und Menstruationskrämpfe
- Äußerlich: Mundschleimhautentzündung und Mundgeruch; Akne (laut Studien wirksam); antimikrobielle Waschung bei multiresistenten Keimen
Anwendungen
- Tee: 1-2 g Thymiankraut (1 TL) mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 5-10 Min. ziehen lassen; 3-4-mal täglich 1 Tasse
- Tinktur: 3-mal täglich 20-40 Tropfen
- Fertigarzneimittel (standardisiert auf ätherisches Öl): Flüssigextrakt (1:1-2), 3-mal täglich 1-2 ml
- Ätherisches Öl (Thymol-Typ): äußerlich als 5-10%ige Lösung zur Mundspülung oder zur Inhalation (3-4 Tropfen auf heißes Wasser, 2-3-mal täglich 5-10 Min. inhalieren)
- Badezusatz: 50 g Kraut auf 1 L Wasser als Aufguss dem Badewasser zusetzen (kein ätherisches Öl pur ins Bad!)
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Bei Überempfindlichkeit selten allergische Reaktionen und Bronchospasmen. Das ätherische Öl kann Schleimhautreizungen verursachen.
Gegenanzeigen: Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren im Gesichtsbereich (Gefahr des Laryngospasmus). Thymolhaltige Präparate nicht in Schwangerschaft und Stillzeit. Nicht bei schweren Leberschäden.
Kombinationen
- Mit Eibisch bei Reizhusten (sekretlösend plus schleimhautschützend)
- Mit Spitzwegerich bei Erkältungshusten und Bronchitis
- Mit Indisches Lungenkraut bei allergischer Bronchitis und Asthma bronchiale
- Mit Süßholz bei entzündlichen Atemwegserkrankungen (bronchospasmolytische Synergie)
- Mit Fenchel bei Husten mit Verschleimung und Verdauungsschwäche
- Mit Salbei äußerlich als Mund- und Rachenspülung bei Entzündungen
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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