Tulsi

pflanzenprofilpflanzeocimum sanctum
Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Tulsi (Ocimum sanctum / Ocimum tenuiflorum)

  • Familie: Lamiaceae
  • Droge: Ocimi sancti herba (Tulsi-Kraut, blühendes Kraut)

Inhaltsstoffe

  • Ätherisches Öl: Eugenol (Hauptkomponente), Thymol, Carvacrol, Methylchavicol
  • Rosmarinsäure, Flavonoide (Orientin, Vicenin), Hydroxyzimtsäuren
  • Vitamine (C, B-Gruppe), Ballaststoffe, Antioxidanzien

Wirkungen (innerlich und äußerlich)

  • Adaptogen: erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress, normalisiert die Stressachse (Cortisol)
  • Stresslindernd, stimmungsaufhellend, tonisierend
  • Atemwegsberuhigend: löst Schleim, wirkt antispastisch und antibakteriell auf die Atemwege
  • Entzündungshemmend, antioxidativ, antibakteriell (Eugenol, Thymol)
  • Äußerlich: adstringierend und entzündungslindernd auf der Mundschleimhaut

Indikationen (HMPC/ESCOP wo bekannt)

  • Adaptogen bei Stress, Erschöpfung, Nervosität
  • Atemwegsbeschwerden: Husten, Bronchitis, Katarrhe
  • Mund- und Rachenentzündungen (Gurgellösung)
  • Unterstützend bei Infektanfälligkeit
  • Entzündliche Hautaffektionen (äußerlich)

Anwendungen (Tee/Tinktur mit Dosierung)

Tee: 1 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 8–10 Min. ziehen lassen. 2–3× tgl. 1 Tasse. Als Kur über einige Wochen geeignet.

Tinktur: 3× tgl. 10–20 Tropfen in Wasser.

In der Zahnfleischtinktur: 1 EL Tulsi-Kraut (Ocimum sanctum), getrocknet — entzündungshemmende und adstringierende Komponente. Siehe Zahnfleischtinktur.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Sehr gut verträglich. Hohe Dosen können leichte Magenreizungen verursachen.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache. Bei blutverdünnenden Medikamenten (Eugenol) zurückhaltend — Rücksprache halten.

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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