Efeu

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Efeu (Hedera helix)
Inhaltsstoffe
- Triterpensaponine (Hederacosid C)
- Flavonoide, Polyacetylene, Chlorogensäureester, Sterole, Spurenelemente
Wirkungen
- Treibt den Auswurf an, löst den Schleim
- Wirkt krampflösend und der Verengung der Bronchien entgegen
- Antibiotisch, antiviral und gegen Pilzerreger wirksam
- Entzündungshemmend, schmerzstillend, leicht beruhigend
Indikationen
- Erkrankungen der unteren Luftwege: Bronchitis
- Chronisch-entzündliche Bronchialerkrankungen
- Spastisch-entzündliche Atemwegserkrankungen: Krampfhusten, Reizhusten, Asthma (zur Begleittherapie), Keuchhusten
- Schlecht löslicher, trockener Reizhusten
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nicht bekannt. In Einzelfällen bei höherer Dosierung lokale Schleimhautreizung, Übelkeit, Erbrechen, selten Diarrhö. Frische Efeublätter können hautreizend wirken. Efeufrüchte sind giftig.
Anwendungen
- Fertigarzneimittel (standardisiert auf Hederacosid C): Efeublätter-Trockenextrakt (4-8:1) 3-mal täglich 18-54 mg, je nach Präparat
- Saft: Efeulaub-Flüssigextrakt 3-mal täglich 1,5-3 ml
- Tropfen: standardisierte alkoholische Lösung, Dosierung nach Herstellerangabe
- Therapiedauer: 7-14 Tage, bei chronischen Erkrankungen länger
Beachte: Efeublätter werden nicht als Teezubereitung empfohlen: Wegen der geringen Tagesdosis und des hohen Saponingehalts ist die Einnahme nur in Form von standardisierten Fertigarzneimitteln sinnvoll.
Kombinationen
- Mit Thymian bei spastischer Bronchitis und Keuchhusten (bronchospasmolytisch + antibakteriell)
- Mit Spitzwegerich bei Reizhusten und Asthma (antitussiv + entzündungshemmend)
- Mit Primel bzw. Schlüsselblume bei zähem Schleim (sekretolytische Synergie)
- Mit Süßholz als Geschmackskorrigens und zur Wirkverstärkung bei Bronchitis
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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