Produktiver Husten -- Erkältung, Bronchitis, Asthma/COPD

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Beschreibung

Erkältung (Grippaler Infekt)

Erkältungen – auch „grippaler Infekt" genannt – verlaufen im Unterschied zur echten Grippe (Influenza) meist mild und von kurzer Dauer. In 95 % der Fälle sind Viren die Ursache (Rhino-, Adeno-, Coronaviren). Antibiotika sind dabei unnötig und unsinnig (ausgenommen bei bakterieller Superinfektion).

Symptome einer Erkältung:

  • Schwächegefühl
  • Niesen und Schnupfen
  • Halsschmerzen, Heiserkeit und trockener Husten
  • Leichte Kopf- und Gliederschmerzen
  • Evtl. leicht erhöhte Körpertemperatur (bis etwa 38,5 °C)

Symptome einer echten Grippe:

  • Plötzlicher Krankheitsbeginn mit Frösteln
  • Ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
  • Hohes Fieber

Akute Bronchitis

Bei einer Bronchitis entzündet sich die Bronchialschleimhaut; im weiteren Verlauf schwillt sie an und bildet vermehrt zähen Schleim. Leitsymptom ist der Husten: Zu Beginn meist unproduktiv, schmerzhaft und trocken, später produktiv mit verschleimtem Auswurf.

Eine akute Bronchitis tritt häufig zusammen mit Schnupfen, Pharyngitis, Laryngitis oder Tracheitis auf, meist im Rahmen eines banalen Infekts, wenn die Erreger tiefer in die Atemwege vordringen. Nach 2-3 Wochen sollte sie ausgeheilt sein.

Ursachen: In über 90 % der Fälle lösen Viren die Erkrankung aus, seltener Bakterien oder chemische, allergische und thermische Noxen.

Chronische Bronchitis

Laut WHO liegt eine chronische Bronchitis vor, wenn sie in 2 aufeinanderfolgenden Jahren insgesamt mindestens 3 Monate lang besteht. Das gestaute Sekret bietet Bakterien einen idealen Nährboden, sodass stets die Gefahr einer bakteriellen Superinfektion besteht. Die Erkrankung verschlechtert sich schleichend und kann im Laufe der Jahre in eine chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD) übergehen, die oft von Atemnot begleitet wird – aus naheliegendem Grund auch „Raucherhusten" genannt. Bei der COPD sind die Atemwege dauerhaft verengt und die Lunge fortschreitend entzündet. Der Übergang zum chronisch-obstruktiven Lungenemphysem ist fließend.

Symptome: Husten mit Auswurf von zähem Schleim, vor allem morgens.

Ursachen der chronischen Bronchitis: langjährige Schädigung der Bronchialschleimhaut, meist durch (Passiv-)Rauchen, seltener durch Feinstaub, chemische Reizstoffe oder eine nicht ausgeheilte akute Bronchitis.

Phytotherapeutika

Die akute Bronchitis wird symptombezogen behandelt und heilt in der Regel komplikationslos aus. Bei grün-gelblich-eitrigem Auswurf (Bakterien) kommen zusätzlich keimwidrige, immunstimulierende Phytobiotika zum Einsatz.

Expektoranzien und Mukolytika

Pflanze Wirkung Besonderheiten
Thymian Auswurffördernd, sekretlösend, bronchospasmolytisch, antibakteriell, antiviral, antimykotisch Wichtigstes Expektorans; regt das Flimmerepithel an, verflüssigt zähen Schleim
Efeu Auswurffördernd, sekretlösend, krampflösend, antiobstruktiv, antibiotisch, antiviral, entzündungshemmend Nur in standardisierten Fertigarzneimitteln, nicht als Tee!
Schlüsselblume/Primel Sekretolytisch, expektorierend Bewährt in Kombination mit Thymian
Süßholz Expektorierend, entzündungshemmend Auch für die längere Anwendung geeignet
Fenchel Sekretolytisch, spasmolytisch Angenehmer Geschmack, gut für Kinder
Königskerze Expektorierend, reizlindernd Blütendroge
Zwiebel Schleimlösend, krampflösend, antibakteriell, antiviral Auch als Frischpresssaft und Sirup
Andorn Expektorierend Besonders bei chronischer Bronchitis
Anis Sekretolytisch, expektorierend Zusätzlich spasmolytisch
Eukalyptusöl/Cineol Sekretolytisch, antimikrobiell Inhalation und Kapseln
Bibernelle Schleimlösend In Teemischungen

Bronchospasmolytika

Pflanze Wirkung Besonderheiten
Thymian Entkrampft und beruhigt die Bronchialmuskulatur Bei spastischer Bronchitis, Keuchhusten, Asthma
Efeu Antiobstruktiv, krampflösend Bei Krampfhusten, Asthma
Sonnentau (Drosera) Spasmolytisch Bei Krampfhusten, Keuchhusten
Grindelia Bronchospasmolytisch Asthma, spastische Bronchitis
Zahnstocherammei/Khella Bronchospasmolytisch Nur in Präparaten
Eukalyptus/1,8-Cineol Bronchospasmolytisch, sekretlösend Auch als Kapseln (Soledum, Gelomyrtol)

Immunstimulanzien und Phytobiotika

Pflanze Wirkung Besonderheiten
Sonnenhut (Echinacea) Steigert die unspezifische Abwehr, antiviral, entzündungshemmend Intervalltherapie, max. 6-8 Wochen
Kapland-Pelargonie Antibakteriell, immunstimulierend Umckaloabo, bei Bronchitis
Kapuzinerkresse Keimwidrig, immunstimulierend Bei bakterieller Superinfektion
Meerrettich Keimwidrig, durchblutungsfördernd Nackenauflage bei Sinusitis

Diaphoretika (bei Erkältungsbeginn)

Pflanze Wirkung Besonderheiten
Holunderblüten Schweißtreibend, erhöhen die Widerstandskraft, entzündungshemmend, sekretlösend Mehrmals tägl. heiß trinken, danach Bettruhe
Lindenblüten Schweißtreibend Oft mit Holunder kombiniert
Ingwer Tonisierend, schweißtreibend Mit Honig gesüßt

Antipyretika (bei Fieber)

Pflanze Wirkung Besonderheiten
Mädesüß Fiebersenkend, schmerzlindernd, entzündungshemmend Enthält Salicylate
Weidenrinde Fiebersenkend, schmerzlindernd „Natürliches Aspirin"
Bitterstoffe (Enzian, Tausendgüldenkraut, Wermut) Fiebersenkend, abwehrstärkend Urtinkturen

Pflanzenporträts

Thymian

Efeu

Holunder

Sonnenhut

Therapiekonzept

Therapiekonzept Erkältung

Alle Therapieschritte werden parallel durchgeführt.

Abwehrstärkung mit Diaphoretika Abwehrstärkung mit Vitamin-C-haltigen Pflanzen Abwehrstärkung mit Immunstimulanzien Fiebersenkung mit Antipyretika Herz-Kreislauf-Stütze mit Kardiaka
Holunder, Lindenblüte Acerola, Hagebutte, Sanddorn Echinacea, Kapland-Pelargonie Weide, Mädesüß, Bitterstoffe Weißdorn, Enzian
Dauer: zu Beginn und begleitend Dauer: zu Beginn und begleitend Akuter Infekt: zu Beginn; chronische Infektanfälligkeit: max. 6 Wochen Dauer: symptombezogen Dauer: symptombezogen

Therapiekonzept akute Bronchitis

Expektoranzien und Mukolytika Phytobiotika Abwehrstärkung mit Immunstimulanzien Bronchospasmolytika
Thymian, Efeu, Schlüsselblume, Süßholz, Königskerze, Fenchel, Andorn, Eukalyptus, Zwiebel Kapuzinerkresse, Meerrettich, Kapland-Pelargonie Therapiekonzept Erkältung Thymian, Efeu, Sonnentau, 1,8-Cineol
Dauer: mehrere Tage bis ca. 2 Wochen Dauer: mehrere Tage bis ca. 2 Wochen Dauer: mehrere Tage bis ca. 2 Wochen Dauer: mehrere Tage bis ca. 2 Wochen

Therapiekonzept chronische Bronchitis

Bronchienstärkende, entzündungshemmende, antibakterielle Arzneidrogen Expektoranzien und Mukolytika
Andorn, Huflattich, Isländisch Moos, Kapland-Pelargonie, Kieselsäuredrogen (Ackerschachtelhalm/Hohlzahn/Vogelknöterich), Lungenkraut, Salbeigamander, Spitzwegerich, Alant, Bibernelle, Schlüsselblume, Thymian Wie bei akuter Bronchitis
Dauer: 6-12 Monate Dauer: einige Pflanzen 6-12 Monate, andere begleitend bei akuten Bronchitiden

[!WARNING] Praxistipp Huflattich Die maximale Tagesdosis von 1 µg toxischer Pyrrolizidinalkaloide mit 1,2-ungesättigtem Nectingerüst ist zu beachten. Die Spezialzüchtung der Fa. Schoenenberger erlaubt die längerfristige Einnahme eines unbedenklichen Pflanzensafts. Andernfalls Huflattichblätter maximal 6 Wochen im Jahr einnehmen.

Therapiekonzept Asthma bronchiale/COPD (Begleittherapie)

Bei Asthma bronchiale und COPD wird die Phytotherapie begleitend eingesetzt.

Bronchospasmolytika Kardiaka
Efeu, Eukalyptus/1,8-Cineol, Grindelia, Sonnentau, Thymian, Zahnstocherammei/Khella, Zwiebel Weißdorn
Dauer: Intervalltherapie jeweils 4-6 Wochen, dann 4-6 Wochen Pause Dauer: Intervalltherapie jeweils 4-6 Wochen, dann 4-6 Wochen Pause

Therapiekonzept Infektanfälligkeit

Abwehrstärkung mit Immunstimulanzien Evtl. Darmsanierung Evtl. Stressabbau mit Adaptogenen und Sedativa
Echinacea, Kapland-Pelargonie Therapiekonzept Darmsanierung Therapiekonzept Erschöpfung, Therapiekonzept nervöse Unruhezustände
Dauer: max. 6 Wochen Dauer: mehrere Wochen bis Monate Dauer: Langzeittherapie über mehrere Monate

[!INFO] Echinacea-Therapieschema für chronisch-rezidivierende Infekte Intervalltherapie: Bis maximal 6 Wochen werden Sonnenhutzubereitungen einige Tage lang genommen und dann wieder einige Tage pausiert. Mögliche Intervalle: 3 Tage Einnahme, 3 Tage Pause; 5 Tage Einnahme, 2 Tage Pause; 7 Tage Einnahme, 7 Tage Pause. Die Dosis richtet sich nach dem Beipackzettel; eine hohe Einstiegsdosis ist nicht nötig.

Teemischungen

Schweißtreibender Tee (Erkältungsbeginn)

  • Tiliae flos (Lindenblüten) 50 g
  • Sambuci flos (Holunderblüten) 50 g

M.D.S. 1 EL der Mischung mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 15 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken. Möglichst heiß trinken, anschließend Bettruhe.

[!TIP] Praxistipp Für eine Schwitzkur abends mehrere Tassen Linden- oder Holunderblütentee (oder eine Mischung aus beiden) möglichst heiß trinken und danach Bettruhe halten.

Fiebersenkender Tee

  • Filipendulae ulmariae herba (Mädesüßkraut) 30 g
  • Tiliae flos (Lindenblüten) 30 g
  • Crataegi folium cum flore (Weißdornblätter mit -blüten) 30 g

M.D.S. 1 EL der Mischung mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 15 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

Auswurffördernde Teemischung

  • Verbasci flos (Königskerzenblüten) 20 g
  • Thymi herba (Thymiankraut) 20 g
  • Primulae radix (Schlüsselblumenwurzel) 20 g
  • Liquiritae radix (Süßholzwurzel) 20 g
  • Pulmonariae herba (Lungenkraut) 20 g

M.D.S. 1 gehäufter TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-5 Tassen tägl. trinken.

Schleimlösende Teemischung

  • Pimpinellae radix (Bibernellwurzel) 20 g
  • Anisi fructus cont. (Anisfrüchte, angestoßen) 20 g
  • Primulae flos cum calyce (Schlüsselblumenblüten) 20 g
  • Tiliae flos (Lindenblüten) 20 g
  • Plantaginis lanceolatae folium (Spitzwegerichblätter) 20 g

M.D.S. 1 gehäufter TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-5 Tassen tägl. trinken.

Krampflösende Teemischung

  • Thymi herba (Thymiankraut) 30 g
  • Anisi fructus cont. (Anisfrüchte, angestoßen) 20 g
  • Foeniculi fructus cont. (Fenchelfrüchte, angestoßen) 20 g
  • Origani herba (Dostenkraut) 20 g
  • Verbasci flos (Königskerzenblüten) 10 g

M.D.S. 1 gehäufter TL mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-5 Tassen tägl. trinken.

Bronchienstärkender Tee (chronische Bronchitis)

  • Plantaginis lanceolatae folium (Spitzwegerichblätter) 40 g
  • Lichen islandicus (Isländisch Moos) 30 g
  • Farfarae folium (Huflattichblätter) 30 g

M.D.S. 2 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und 3-5 Tassen tägl. trinken, evtl. mit Honig gesüßt.

Kobert-Kühnscher Kieseltee (chronische Bronchitis)

  • Polygoni avicularis herba (Vogelknöterichkraut) 150 g
  • Equiseti herba (Ackerschachtelhalmkraut) 75 g
  • Galeopsidis herba (Hohlzahnkraut) 50 g

M.D.S. 2 EL mit 2 Tassen Wasser ansetzen, auf die Hälfte einkochen und 3-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Auswurffördernder Tee nach Weiss/Fintelmann

  • Primulae radix (Schlüsselblumenwurzel) 33,3 g
  • Helenii rhizoma (Alantwurzel) 33,3 g
  • Farfarae folium (Huflattichblätter) 33,3 g

M.D.S. 2 TL mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 15 Min. ziehen lassen und 3-mal tägl. 1 Tasse trinken.

Weißdorntee (Herz-Kreislauf-Stütze)

  • Crataegi folium cum flore (Weißdornblätter mit -blüten) 50 g

1 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 15 Min. bedeckt ziehen lassen, dann abgießen. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

Präparate

Expektoranzien und Mukolytika

  • Aspecton (Thymian): Kinder von 1-4 Jahren: 2-mal tägl. 5 ml, Kinder von 4-10 Jahren: 3-mal tägl. 5 ml, Erwachsene: 3-mal tägl. 10 ml
  • Bronchicum Tropfen (Thymian, Primelwurzel): Kinder von 6-14 Jahren: 3-mal tägl. 25 Tr., Kinder ab 14 Jahren und Erwachsene: 3-5-mal tägl. 30 Tr.
  • Bronchipret (Primelwurzel, Thymian): 3-mal tägl. 1 Tbl.
  • Hedelix Hustensaft Sirup (Efeu): Kinder unter 1 Jahr: 2-mal tägl. 2,5 ml; Kinder von 1-4 Jahren: 3-mal tägl. 2,5 ml; Kinder von 4-10 Jahren: 4-mal tägl. 2,5 ml; Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene: 3-4-mal tägl. 5 ml
  • Prospan (Efeu) Brausetabletten, Hustensaft, Hustentropfen: Dosierungen siehe Packungsbeilage
  • Tussiflorin Thymian: Kinder von 1-4 Jahren: 3-mal tägl. 2,5 ml; Kinder von 5-11 Jahren: 3-mal tägl. 5 ml; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-mal tägl. 10 ml

Bronchospasmolytika

  • Aspecton Hustentropfen (Thymian): 3-mal tägl. 20 Tr.
  • Drosera Urtinktur (Sonnentau) DHU: 3-mal tägl. 5 Tr.
  • Gelomyrtol-forte (1,8-Cineol): Kinder von 6-12 Jahren: 1-3-mal tägl. 1 Kps.; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-4-mal tägl. 1 Kps.
  • Soledum junior (Eukalyptus/1,8-Cineol): Kinder von 2-12 Jahren: 3-mal tägl. 1 Kps.
  • Soledum-forte (1,8-Cineol): Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-4-mal tägl. 1 Kps.
  • Monapax Saft oder Tropfen (Drosera, Hedera helix, China D1, Coccus cacti D1, Cuprum sulfuricum D4, Ipecacuanha D4, Hyoscyamus D4): Säuglinge von 6-12 Monaten: 3-mal tägl. ½ TL; Kinder von 1-3 Jahren: 4-mal tägl. ½ TL; Kinder von 3-7 Jahren: 3-mal tägl. 1 TL; Kinder von 7-14 Jahren: 3-mal tägl. 2 TL; Erwachsene: 4-mal tägl. 1 EL
  • Thymian Urtinktur DHU, Ceres: 3-mal tägl. 3 bzw. 5 Tr.

Phytobiotika

  • Angocin Anti-Infekt N (Kapuzinerkresse, Meerrettich): Kinder von 6-12 Jahren: 3-4-mal tägl. 2-4 Tabl.; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-5-mal tägl. 4-5 Tabl. (Standarddosis: 3-mal tägl. 4 Tabl.)
  • Gelomyrtol-forte (1,8-Cineol): Kinder von 6-12 Jahren: 1-3-mal tägl. 1 Kps.; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-4-mal tägl. 1 Kps.
  • Umckaloabo (Kapland-Pelargonie): Kinder von 1-5 Jahren: 3-mal tägl. 10 Tr.; Kinder von 6-12 Jahren: 3-mal tägl. 20 Tr.; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-mal tägl. 30 Tr.

Immunstimulanzien (Erkältung und Infektanfälligkeit)

  • Echinacin Capsetten (Echinacea): Kinder von 2-5 Jahren: 1-2-mal tägl.; Kinder von 6-12 Jahren: 2-3-mal tägl.; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-4-mal tägl. jeweils 1 Lutschpastille
  • Echinacin Liquidum (Echinacea): Kinder von 4-6 Jahren: 3-mal tägl. 1,25 ml; Kinder von 6-12 Jahren: 3-mal tägl. 2 ml; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-mal tägl. 2,5 ml
  • Echinacin Saft (Echinacea): Kinder von 4-6 Jahren: 3-mal tägl. 2,5 ml; Kinder von 6-12 Jahren: 2-mal tägl. 5 ml; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-mal tägl. 5 ml
  • Esberitox (Echinacea, Thuja, Baptisia): Kinder von 4-6 Jahren: 3-mal tägl. 1-2 Tbl.; Kinder von 6-12 Jahren: 3-mal tägl. 2-3 Tbl.; Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 3-mal tägl. 4-6 Tbl.
  • Esberitox mono (Echinacea): 3-mal tägl. 4 ml

Bronchienstärkende Präparate (chronische Bronchitis)

  • Cefabronchin (Thymian, Eukalyptus, Fenchel, Isländisch Moos, Rote Seifenwurzel, Bibernelle, Sternanis): 3-mal tägl. 20 Tr., bei akuten Beschwerden 2-stündlich 20 Tr.

Einreibungen

  • Bronchoforton Salbe (ätherisches Eukalyptus-, Fichtennadel-, Pfefferminzöl): Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene: 2-4-mal tägl. 3-5 cm Salbenstrang auf Brust und Rücken einmassieren
  • Pinimenthol Erkältungssalbe (ätherisches Eukalyptus-, Kiefernöl, Menthol): Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene: 2-4-mal tägl. 2-4 cm Salbenstrang auf Brust und Rücken
  • Plantago Bronchialbalsam (Drosera D3, ätherisches Eukalyptus- und Thymianöl, Kampfer, Lärchenharz): Kinder ab 2 Jahren und Erwachsene: 2-mal tägl. Brust und Rücken einreiben

[!WARNING] Achtung Zubereitungen mit Kampfer, ätherischem Eukalyptus- und Pfefferminzöl dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern bis 2 Jahren nicht im Gesichtsbereich, vor allem nicht an der Nase, aufgetragen werden, da ein Glottiskrampf mit Atemdepression bis zur Erstickung droht. Für Kinder unter 2 Jahren geeignet: Transpulmin Baby Balsam mild (ätherisches Lavendel-, Sternanis-, Thymianöl).

Asthma bronchiale/COPD-Begleittherapie

  • Asthmakhell (Ammi visnaga, Grindelia robusta, Lycopodium clavatum D7, Pinus sylvestris D2, Sulfur D5, Urginea maritima D3): 3-mal tägl. 5-20 Tr.
  • Cefaspasmon (Atropinum sulfuricum D4, Podophyllum peltatum D4, Chamomilla recutita D1, Ammi visnaga): 3-mal tägl. 20 Tr.
  • HanoTussan (Belladonna D2, Cetraria islandica, Drosera, Ipecacuanha, Lobelia inflata): 3-6-mal tägl. 5-20 Tr.
  • Grindelia robusta Urtinktur DHU: 3-mal tägl. 5 Tr.
  • Yerba-Santa-Komplex-Hanosan: 3-mal tägl. 10 Tr.
  • Crataegutt novo 450 mg (Weißdorn): 2-mal tägl. 1 Tbl.; Oxacant mono (Weißdorn): 3-mal tägl. 30 Tr.

Kardiaka (Herz-Kreislauf-Stütze bei Grippe/COPD)

  • Crataegus Urtinktur (Weißdorn) Ceres: 3-mal tägl. 5 Tr.
  • Crataegus Tropfen Weleda (Weißdorn): 3-mal tägl. 10 Tr.
  • Crataegutt novo 450 mg (Weißdorn): 2-mal tägl. 1 Tbl.
  • Oxacant mono (Weißdorn): 3-mal tägl. 30 Tr.
  • Corodyn (Weißdorn): Dosierung nach Packungsbeilage

Antipyretika

  • Absinthium Urtinktur (Wermut) Ceres, DHU: 3-mal tägl. 3 bzw. 5 Tr.
  • Gentiana Urtinktur (Enzian) Ceres, DHU: 3-mal tägl. 3 bzw. 5 Tr.

Äußerliche Anwendungen

Thymianölkompresse

Dafür 20 Tr. Thymianöl (Thymus vulgaris, Chemotyp Linalool: das wirksamste und mildeste, auch für Kinder geeignet und hautschonend; Kinderdosis: 5-10 Tr.) in 50 ml fettes Mandelöl einrühren. Dann 40-50 Tr. dieser Ölmischung auf einen Leinenlappen oder ein Stofftaschentuch geben und zusammen mit einem Zwischentuch zwischen 2 Wärmflaschen anwärmen. Das Ölläppchen mit der öligen Seite auf die Brust legen, das angewärmte Zwischentuch darüber und den gesamten Brustkorb mit einem warmen Wolltuch umhüllen. Die Kompresse bleibt liegen, solange es angenehm ist – mindestens 20-30 Min., mitunter mehrere Std. Einmal täglich anlegen und nach 5 Tagen 2 Tage pausieren. Sie wirkt keimwidrig, (bronchien-)entspannend, auswurffördernd und schmerzlindernd bei Erkältungen mit starkem Hustenreiz, krampfhaftem Husten oder Keuchhusten.

Dampfkompresse mit Fenchel- oder Thymiantee

Ein Kännchen Fenchel- oder Thymiantee zubereiten (1 EL/300 ml Wasser). Ein auf Brustgröße gefaltetes Innentuch in ein Auswringtuch einpacken und so in eine Schüssel legen. Den heißen Tee über die Tuchrolle gießen und das Innentuch gut auswringen. Das feuchte Innentuch auf ein bereitgelegtes trockenes Tuch legen und dessen überstehende Ränder nach oben zusammenschlagen, sodass die untere Schicht einlagig bleibt. Nun auf die Brust auflegen (Vorsicht: heiß!) und mit einem Schal gut umhüllen. Dauer: ca. 10-30 Min.

Bauernfango – Heiße Kartoffelauflage

Ca. 500 g weich gekochte heiße Kartoffeln (gerne mit Schale) zunächst in ein Papierküchentuch und dann in ein Geschirrhandtuch einwickeln. Die Kartoffeln im „Paket" zu einer 2-3 cm dicken Auflage zerdrücken, die so groß sein sollte wie die zu behandelnde Stelle. Vor dem Auflegen sorgfältig die Verträglichkeit der Hitze prüfen (Kartoffelauflagen sind sehr, sehr heiß!). Auflegen und mit einem wollenen Außentuch straff und ohne „Luftlöcher" fixieren. Die Auflage bleibt liegen, solange sie als angenehm empfunden wird (15 Min. bis mehrere Std. bzw. die ganze Nacht). Nach dem Abnehmen nachruhen! Die Auflage wirkt lang anhaltend, intensiv und tief wärmend, schmerzlindernd und muskelentspannend.

Zwiebelfrischpresssaft und -sirup

  • Frischpresssaft: 50 g Zwiebeln zerkleinern, anschließend durch ein Tuch auspressen und 3-mal tägl. 1 EL einnehmen.
  • Sirup: kleingeschnittene Zwiebel mit 2 EL Honig mischen. Nach 3 Std. zugedeckt stehen lassen und davon einnehmen (Kinder entsprechend weniger). Löst bei Bronchitis den Schleim und lindert den Husten.

Hinweise

  • Hustentees süßt man mit Honig, denn die für „süß" zuständigen Geschmacksknospen im Mund reizen die parasympathisch sensiblen Nerven und steigern so die Bronchialsekretion.
  • Bei chronischer Bronchitis, COPD, Asthma und echter Grippe kommen zusätzlich herzstärkende Phytokardiaka (Weißdorn) zum Einsatz.
  • Fieber ist eine physiologische Reaktion des Körpers, mit der Krankheitserreger schneller unschädlich gemacht werden. Es schadet nicht und sollte nicht unterdrückt werden; es beschleunigt die Immunantwort und hilft, die Erreger schneller auszuschalten.
  • Medikamente mit Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure senken zwar das Fieber, sind aber nebenwirkungsreich. Nach dem Abklingen der Symptome fühlen sich Betroffene oft zu früh wieder gesund und belasten sich zu schnell zu sehr – das erhöht das Rückfallrisiko.
  • Bei echter Grippe (Influenza): Bettruhe, ausreichend trinken und wenig essen, Behandlung je nach Symptomatik sowie 6-8 Wochen lang Teemischungen u. a. mit tonisierenden Bitterstoffen (Ingwer), dem regenerationsfördernden Rosmarin und dem herzkräftigenden Weißdorn.

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Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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