Atemwegserkrankungen

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Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.

Die Atemwege als Organ

Krankheiten der Atemwege gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Besonders oft begegnen akute Atemwegsinfektionen Kindern zwischen 3 und 10 Jahren, deren Immunsystem sich noch aufbaut, sowie älteren Menschen, bei denen die Abwehr langsam nachlässt. Säuglinge sind im ersten Lebensmonat noch ausreichend geschützt. Am wenigsten anfällig für solche „banalen" Infekte ist die Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen.

Wesentlichen Schutz vor Infektionen bietet die natürliche Schleimhautflora im Bereich des Respirationstrakts; deren Schleimhautzellen besitzen zusätzlich bakterienhemmende Eigenschaften. Hinzu kommt eine reinigende Aufgabe des Flimmerepithels mit seinen schleimbildenden Becherzellen und Kinozilien (Flimmerhärchen), die sich wie Getreideähren im Wind bewegen und so die „ziliäre Clearancefunktion" übernehmen. Antibiotika, Zigaretten, Allergene, Reizstoffe (Dämpfe, Gase, Feinstaub, Luftverschmutzung) oder zu trockene Raumluft können dieses fein abgestimmte System auf verschiedenen Ebenen stören und so Atemwegserkrankungen begünstigen.

In 95 % aller Fälle stecken Viren hinter einer Erkältung (Rhino-, Adeno-, Coronaviren; bei einer Grippe diverse Influenzaviren). Deshalb steht die symptomatische Linderung mit pflanzlichen Arzneimitteln im Vordergrund, die zugleich den Krankheitsverlauf verkürzen können.

Die Unterkapitel im Überblick

Kapitel Thema
4.1 Produktiver Husten – Erkältung, akute und chronische Bronchitis, Asthma/COPD-Begleittherapie
4.2 Trockener Husten – Unproduktiver Reizhusten, Heiserkeit
4.3 Schnupfen und Sinusitis – Akute und chronische Nasennebenhöhlenentzündung
4.4 Heuschnupfen – Saisonal bedingte Pollinosis
4.5 Mund- und Rachenerkrankungen – Pharyngitis, Tonsillitis, Stomatitis, Aphthen

Wichtige Heilpflanzen der Atemwege

Pflanze Wirkung Anwendung
Thymian Expektorans, spasmolytisch, antimikrobiell Produktiver Husten, Bronchitis, Keuchhusten
Efeu Sekretolytisch, spasmolytisch Akute und chronische Bronchitis, Asthma
Spitzwegerich Antitussiv, entzündungshemmend, antibakteriell Reizhusten, Katarrhe, Mund- und Rachenentzündungen
Eibisch Reizlindernd, schleimhautschützend Trockener Reizhusten, Heiserkeit
Schlüsselblume Sekretolytisch, expektorierend Verschleimter Husten, Sinusitis
Süßholz Expektorans, entzündungshemmend Bronchitis, Husten
Königskerze Reizlindernd, expektorierend Husten, Heiserkeit
Fenchel Sekretolytisch, spasmolytisch Katarrhe, Husten, Sinusitis
Holunder Diaphoretisch, immunstimulierend Erkältung, Grippe, Fieber
Salbei Antibakteriell, adstringierend, entzündungshemmend Mund- und Rachenentzündungen, Angina
Kamille Entzündungshemmend, keimhemmend Gurgellösungen, Inhalationen
Sonnenhut Immunstimulierend, antiviral Infektanfälligkeit, Erkältungsprophylaxe
Kapland-Pelargonie Antibakteriell, immunstimulierend Bronchitis, Sinusitis
Isländisch Moos Reizlindernd, schleimhautschützend Reizhusten, Heiserkeit

Typische Erkrankungen

  • Erkältung (grippaler Infekt) – viral bedingt, mild mit kurzem Verlauf
  • Akute Bronchitis – entzündliche Veränderung der Bronchialschleimhaut
  • Chronische Bronchitis – liegt laut WHO vor, wenn sie in 2 aufeinanderfolgenden Jahren insgesamt mindestens 3 Monate besteht
  • COPD – chronisch-obstruktive Bronchitis, Begleittherapie
  • Asthma bronchiale – Begleittherapie
  • Sinusitis – Nasennebenhöhlenentzündung
  • Heuschnupfen – saisonale Pollinosis
  • Pharyngitis – Rachenentzündung
  • Laryngitis – Kehlkopfentzündung mit Heiserkeit
  • Tonsillitis – Mandelentzündung

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Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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