Hafer

Achtung. Diese Seiten dienen der Information über Heilpflanzen und überlieferte Anwendungen – sie ersetzen keine ärztliche, apothekerliche oder therapeutische Beratung und sind kein Behandlungsvorschlag. Dosier- und Anwendungsangaben entstammen öffentlich verfügbarer Fachliteratur; verwende Heilpflanzen nur in Absprache mit Fachpersonal. Bei Beschwerden oder in Schwangerschaft/Stillzeit sowie bei Medikamenteneinnahme: immer ärztlichen Rat einholen.
Hafer (Avena sativa)
- Familie: Poaceae
- Droge: Avenae herba (Grünhaferkraut), Avenae stramentum (Haferstroh)
- Hauptkomponenten: Avenin, Flavonoide, Kieselsäure, Mineralstoffe
Inhaltsstoffe
- Avenin (Indolalkaloid): wirkt beruhigend und schlaffördernd im ZNS
- Flavonoide (Apigenin, Luteolin)
- Kieselsäure (Silicium) — hautpflegend und bindegewebsstärkend
- Mineralstoffe (Magnesium, Eisen, Zink, Calcium)
- B-Vitamine (B1, B2, B6, Folsäure)
- Saponine, Schleimstoffe
Wirkungen
- Nervenstärkend, beruhigend (Avenin)
- Schlaffördernd (insbesondere bei nervöser Erschöpfung)
- Konzentrationsfördernd, geistige Leistungsfähigkeit steigernd
- Hautpflegend (Kieselsäure) bei Bädern mit Haferstroh
- Mild stoffwechselanregend
Indikationen
- Nervöse Erschöpfung, Neurasthenie (HMPC: “Traditionell bei Symptomen von mentalem Stress und nervöser Erschöpfung”)
- Ein- und Durchschlafstörungen
- Konzentrationsstörungen, geistige Ermüdung
- Hauterkrankungen (Haferstroh-Bad bei Ekzemen, Juckreiz)
- Adjunktive Unterstützung bei metabolischem Syndrom
Anwendungen
Tinktur (Grünhafer): 20–30 Tr. 3× tgl.
Tee (Haferstroh): 2–4 TL Haferstroh auf 150 ml kochendes Wasser, 15 Min. ziehen. 3× tgl.
Bad: 100 g Haferstroh auf 1 L Wasser, dem Badewasser zugeben.
Nebenwirkungen / Gegenanzeigen
Nebenwirkungen: Keine bekannt. Gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden.
Gegenanzeigen: Zöliakie/Glutenunverträglichkeit (Hafer kann mit Weizen verunreinigt sein).
Kombinationen
- Mit Passionsblume und Hopfen bei nervöser Erschöpfung und Einschlafstörungen
- Mit Mariendistel und Leinsamen bei metabolischem Syndrom
Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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