Weihrauch

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Weihrauch (Boswellia serrata / carterii)

  • Familie: Burseraceae
  • Droge: Olibanum graminis

Inhaltsstoffe:

  • 50–70 % Harze mit Boswelliasäuren
  • 4–8 % ätherische Öle

Wirkungen:

  • Entzündungshemmend (die Boswelliasäure hemmt die Prostaglandinsynthese)
  • Schmerzlindernd und ödemhemmend
  • Immunsuppressiv und antimikrobiell

Indikationen:

  • Zur Linderung von Schmerz, Schwellung und Gelenksteifigkeit
  • Begleittherapie bei chronischer Polyarthritis: Studien zeigen einen Rückgang von Entzündung, Schmerz, Schwellung und Gelenksteifigkeit; auch der NSAR-Verbrauch ließ sich drosseln
  • Neurodermitis und Psoriasis (entzündungshemmend, dämpft überschießende Immunreaktionen) — innerlich wie äußerlich (Salbe)
  • Begleittherapie bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Asthma, Lupus erythematodes, Borreliose, Glioblastom, Astrozytom und Multipler Sklerose

Anwendungen

  • Fertigarzneimittel: Weihrauchextrakt (standardisiert auf 65 % Boswelliasäuren) 3-mal täglich 400-500 mg zu den Mahlzeiten
  • Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen: Tagesdosis bis zu 2400 mg Boswelliasäuren möglich
  • Äußerlich: Weihrauchsalbe (2-5 %) bei Neurodermitis und Psoriasis, 2-3-mal täglich auftragen
  • Aromatherapie: 2-3 Tropfen ätherisches Öl im Diffuser bei Asthma und Bronchitis

Nebenwirkungen / Gegenanzeigen

Nebenwirkungen: Selten Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Sodbrennen) oder allergische Hautreaktionen.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft und Stillzeit (mangels Daten). Vorsicht bei gerinnungshemmender Medikation.

Kombinationen

Literatur & Quellen: Quellen & Literatur – seitenübergreifend basierend auf U. Bühring, Praxis Heilpflanzenkunde, und Weiss/Fintelmann, Lehrbuch Phytotherapie. Eigene Zusammenfassung, keine Textübernahmen.
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